Futtermittelallergie beim Hund

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    • Futtermittelallergie beim Hund

      Hallo ihr Lieben,

      ich brauche Rat. Es geht um meine Lea.
      Wir hatten jetzt mehrere Male das "Vergnügen" einer Ohrentzündung, wechselseitig. Extremes Lecken an der Scheide.
      Unsere TÄ riet uns einen Allergietest machen zu lassen.

      Das haben wir auch getan und heute bekam ich vorab das Ergebnis (die Besprechung kommt erst am Dienstag).
      Das Ergebnis lautet nun wie folgt:

      Rastklasse 1: Putenfleisch, Schwein, Huhn, Ente, Kartoffel, Reis, Soja, Ei
      Rastklaase 2: Fisch-mix, Lachs, Milch, Mais, Weizen, Pferd. Lamm

      So und nun stehe ich vor dem Problem, wir wollten eigentlich auf Barfen umstellen...


      Hat jemand Erfahrungen und kann mir Futtermittel/Rezepte ect. zur Verfügung stellen?
      Welche Alternativen haben wir?
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      Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt.
      (Gerald Durrell)


      :hund1:
    • Nach positiven Allergietests auf etliche Futterinhaltsstoffe und Nahrungsmittel, haben wir Benny damals auf Barf umgestellt und er hat alles vertragen, auf dass er im Test reagiert hatte.

      Nur auf die Inhaltsstoffe in Fertig- bzw Trockenfutter hat er reagiert. Mit frisch und roh zubereitetem Futter, hatte er keine Probleme mehr.
      liebe Grüße,

      Petra
    • Vielen Dank, Petra! - Das hilft schon mal weiter, die TÄ am Dienstag richtig zu löchern.

      Das etwas nicht stimmt, bleibt außer Frage und ist ja ersichtlich. Mich wundert, das so viele Proteinquellen betroffen sind.
      Das schließt ja fast alles aus und das Füttern mit Fisch und Fischölen (omega3 und 6) ist ja dann wohl kontraproduktiv.
      Wobei wir Fisch schon einige Zeit meiden.
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      (Gerald Durrell)


      :hund1:
    • Ich stimme Petra zu. Der Test besagt nicht, dass er die Lebensmittel nicht als Frischfutter verträgt. Probieren geht über studieren. Ansonsten ist die Fleischauswahl zwar beschränkt, aber Barf trotzdem möglich. Rind, Gans, Wild, Kaninchen, Ziege, Büffel und Exoten stehen ja nicht mit auf der Liste.

      Fischöl kannst Du auch durch pflanzliche Öle mit hohem Omega 3 Gehalt ersetzen. Leinöl oder ich glaube Borretschöl hat auch viel.

      Caramel hatte auch jahrelang Probleme mit den Ohren gehabt und trotz Barf hat sich das nicht so recht gegeben. Bis wir dann komplett auf Kohlenhydrate (Getreide, Pseudogetreide, Reis, Kartoffeln etc.) verzichtet haben und ihn seither von einer Tierheilpraktikerin behandeln lassen. Es war ein langer Weg, aber sie hat die Ohren in den Griff bekommen - nach zig Globulis, Darmsanierungen etc. Seither sind die Ohren tip-top. Es hat sich definitiv gelohnt.
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    • Meine Juli hatte üble Hautprobleme, ständigen Juckreiz und auch dieses schlimme Scheidenlecken (zeitweise hat sie ein Läufigkeitshöschen getragen, weil alles wundgelutscht war).
      Allergietest habe ich keinen gemacht. Nach Aussage vieler bekannter Hundebesitzer und auch unserer Tierärztin sind die oftmals wenig aussagefähig, manchmal sogar schlicht daneben.
      Wir haben ausprobiert… immer mehr Fleischsorten weggelassen (vor allem Rind und Huhn, die wohl zunehmend allergen bei Hunden sind).
      Nichtmal Ziege oder Pferd oder Strauß funktionierten. Exoten wie Krokodil oder Känguru mag ich nicht füttern. Da würde ich dann schon eher zu Insektenprotein greifen. Aber Dose ist nicht mein Ding und wird generell hier schlecht vertragen und beim Trockenfutter funktioniert nur eine einzige Sorte in geringen Mengen.
      Am Ende war nur noch Kaninchen, Kartoffel und Möhre übrig. Die füttere ich jetzt als Barf. Kein Reis, keine Nudeln, keine anderen Gemüse.
      Als Snack gibt es ein Kartoffel-Kaninchen-Trockenfutter einer kleinen Futterschmiede mit ganz wenig sonstigen Inhaltsstoffen und getrocknete Kaninchenstreifen.

      Damit - und mit Unterstützung von Apoquel - haben wir das Ganze nun einigermaßen im Griff.
      Popo heile, Haut ziemlich gut. Bei Apoquel kommen wir nun GsD mit einer reduzierten Dosis von einer Tablette am Tag aus.
      Ich versuche gerade weiter zu reduzieren, aber da muss man sehr vorsichtig sein…
      Es war ein weiter Weg und nicht lustig. Und es gibt auch immer wieder mal Rückschläge - selbst, wenn ich das Futter nicht ändere.
      Meine Vermutung ist, dass auch Gras oder Grasmilben irgendwie eine Rolle spielen. Im Sommer ist es schlimmer als im Winter.

      Bei der Heilung von Popo und Haut hat übrigens rein gar nichts vom TA angeschlagen - ich habe hier alle Cremes, Sprays und Salben des Kosmos liegen.
      Linderung und Besserung brachte und bringt einen regelmäßige Pflege der betroffenen Stellen mit Kolloidalem Silberwasser (ppm100) und Chlorhexidin-Puder (Nabelpflege für Säuglinge). Dass ich damit richtig liege zeigt mir Juli auch an, indem sie mir den Popo zeigt und bei der Behandlung ganz still hält, wenn ich Silberwasser und Puder hole.

      Viel Geduld - die wirst Du brauchen!

      edit:
      Die Hälfte der Futterration besteht aus Kartoffel und Möhre und es gibt immer noch ein wenig Bio-Olivenöl und immer Kokosraspeln dazu.
      Lachsöl geht gar nicht.
      “To sit with a dog on a hillside on a glorious afternoon is to be back in Eden, where doing nothing was not boring – it was peace.” Milan Kundera

      www.hundepersoenlichkeiten.de
      **Forenfremdes Zitieren, Kopieren u.Weiterverbreiten ohne Erlaubnis des Verfassers ist nicht gestattet!**
    • Vielen lieben Dank, auch Euch beiden!

      Das hilft mir echt weiter und deckt sich mit dem, was ich recherchiert habe.

      Chlorhexidin habe ich als Schaum hier und ist anscheinend angenehm für Lea, weil es auch etwas kühlt und vor allem recht schnell den Juckreiz nimmt.

      Lachsöl würde eh laut des Ergebnis rausfallen. (Find ich jetzt nicht soooo schlimm)
      Leinöl, die Alternative riecht nicht so extrem.
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      (Gerald Durrell)


      :hund1:
    • Alternative zu Apoquel wäre vielleicht noch Cytopoint, wenn man medikamentös unterstützen will
      Es handelt sich hierbei um ein dem Körper nachempfundenes, künstliches Enzym, was den Juckreiz unterdrückt. Vorteil: Es wird nicht, wie Apoquel, über die Organe verstoffwechselt.

      Und man ist nicht auf eine tägliche Tablettengabe angewiesen, da es nur alle 4 Wochen gespritzt wird.
      Jean - wie die Hose, nur ohne "s".

      Spendenkonto Nuca Animal Welfare Deutschland e.V.
      Kreissparkasse Saarpfalz - IBAN DE68594500101030261513 - BIC SALADE51HOM
      Paypal (geht auf direktem Weg nach Rumänien): donate@nuca.org.ro (nuca.org.ro/donate/)
    • Was ich noch vergessen habe:

      Wie bei menschlichen Neurodermitikern verschlimmert negativer Streß bei Juli alle Symptome.
      Wohingegen ein geregelter, gut einschätzbarer Tagesablauf und möglichst positive Erlebnisse (Juli hat ja so ihre Problemchen mit fremden Hunden) Verbesserung bringen.
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    • Danah schrieb:

      Vielen lieben Dank, auch Euch beiden!

      Das hilft mir echt weiter und deckt sich mit dem, was ich recherchiert habe.

      Chlorhexidin habe ich als Schaum hier und ist anscheinend angenehm für Lea, weil es auch etwas kühlt und vor allem recht schnell den Juckreiz nimmt.

      Lachsöl würde eh laut des Ergebnis rausfallen. (Find ich jetzt nicht soooo schlimm)
      Leinöl, die Alternative riecht nicht so extrem.
      Bezüglich der Öle würde ich einfach mal vergleichen was sie so an Omega3-Gehalt haben und dann zwischen verschiedenen Ölen auch immer mal wieder wechseln.
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    • Danke für Eure Beiträge!

      Ich bin froh, dass ich hier gelandet bin und echt tolle Tipps bekomme.

      Die Frage mit den Ölen... ja... hab mich mal durch das Repertoire gewuselt und bin jetzt genauso schlau, wie vorher. :D

      Nebenbei beschäftige ich mich auch damit, Futter aus Insektenprotein aus zuloten.
      War heute beim DM, der hat so ein Futter, allerdings mit Kartoffel oder Reis. Beides soll bei Lea Allergie auslösend sein.
      Aber es gibt ja noch andere Anbieter... ;)
      Der Kölner Dom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden...

      Mit Bioresonanz habe ich mich noch nicht beschäftigt, vielen Dank für den Hinweis.


      Natürlich bin ich weiterhin sehr dankbar für Tipps.
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      (Gerald Durrell)


      :hund1:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Danah ()

    • Also wenn Fischöl nicht geht, würde ich Hanföl, Leinöl und Borretschöl in Erwägung ziehen und - falls sie alle vertragen werden - nach jeder aufgebrauchten Flasche wechseln.
      Ich beziehe Öle meist von Lunderland, Pernaturam, DHN oder auch der Ölmühle Solling. Ich kaufe auch eher kleinere Flaschen damit das Öl nicht zu alt wird (bei einem Hund braucht man ja nicht so viel) und lagere angebrochene Flaschen im Kühlschrank.

      Mit Insektenfutter hab ich mich noch nicht näher befasst. Aber bei einem Allergiker würde ich wirklich versuchen von dem Industriefutter wegzukommen und auf ein möglichst natürliches, unverändertes / behandeltes Futter zu wechseln. Barf bietet sich da natürlich an, denn da kann man das Futter so zusammenstellen wie‘s vertragen wird und man weiß genau was drin ist. Alternativ wären auch Vollfleischdosen eine Möglichkeit. Allerdings kenne ich einige Hunde die da auf Dauer nicht mit klargekommen sind und Barf vom Darm her besser vertragen als Vollfleischdosen.
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    • Caramel schrieb:

      Alternativ wären auch Vollfleischdosen eine Möglichkeit
      Das ist ja das komplizierte an Allergien… jeder reagiert anders. Man kann nur ausprobieren.
      Hier: Alles aus der Dose = Durchfall. Auch Vollfleischdosen (mittlerweile sogar Holly…).
      Selbst Kaninchen von mir gekocht = Durchfall
      Alle Öle außer Bio-Olivenöl = Durchfall
      Selbst Nachtkerze und manchmal auch Leinöl :/

      ich würde auch eher nach einer verträglichen Fleischsorte suchen. Das Insektenzeugs hatte ich mir für den Notfall gedacht.
      Aber da Dose nicht geht und die meisten Trofus wegen seltsamer Zusatzstoffe auch nicht… tja… 8|

      Wenn man etwas gefunden hat, das funktioniert, sollte man auch nicht mehr soviel ausprobieren oder wechseln.
      Meiner Erfahrung nach produziert man sich damit oft selbst die Rückschläge.
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    • Uhi, da machst'e aber auch nen ordentlichen Stiefel mit.
      Danke für Deinen Erfahrungsbericht!

      Am Dienstag habe ich ein ausführliches Gespräch mit der TÄ.

      Nach einiger Recherche bleibt mir eigentlich keine andere Wahl, als mich damit anzufreunden, für meinen Hund (also z.Zt. Hunde)
      die Kostform komplett umzustellen.
      Also nix mehr Fertiges aus der Dose, wobei ich auch nicht das "billigste" Futter angeboten habe.
      Es nützt ja nichts, irgendwas müssen die Hunde ja futtern.

      Also entweder für die Hunde selber kochen oder Barfen. Denn nur so hat man volle Kontrolle über die Komponenten.
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      (Gerald Durrell)


      :hund1:
    • Kleine Zwischenmeldung:

      Lea bekommt nun Ziegenfleisch. Es scheint ihr zu munden!
      Jetzt schauen wir erst mal, wie sich diese Fleischsorte auswirkt, sprich ob Lea wieder Probleme mit den Ohren bekommt.

      Weitere Optionen wären Büffel-, Strauß- und Kängurufleisch.
      Als letzten Ausweg: Insektenprotein
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      (Gerald Durrell)


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