Angepinnt Ein letzter Wunsch vor Weihnachten: Oma Marta in Masuren geht es nicht gut - darf sie zu Weihnachten auf eure Hilfe hoffen ?

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    • ekbrand schrieb:

      Ich habe mir auch überlegt, ob vielleicht einer der Gründe, warum sie nicht öffentlich um Hilfe gebeten hat der ist,
      dass sie Angst hatte, ihren Bauernhof verlassen zu müssen, so, wie es ja von der Gemeinde angedeutet wurde
      (so habe ich das zumindest aus dem Zeitungsartikel herausgelesen, dass es ihr nahegelegt wurde - aber wo soll sie denn hin? ).
      Und ihre Tiere würde sie bestimmt niemals im Stich lassen ...
      ich habe gerade nochmal nachgelesen, wie Isabella das mit ihren gefühlten Worten beschrieben hat,
      ich denke es ist zum Teil so (wie Elisabeth es sagt), das Oma Marta Angst hat, wenn der Bürgermeister und seine Mitarbeiter ihr nahelegen,
      den Hof aufzugeben, das irritiert sie und macht sie unsicher, die Worte der Bürgermeister Mitarbeiterin Frau Lorenz gegen Ende des Textes
      waren auch etwas negativ angehaucht (ist schwierig zu umschreiben), sagt Isabella.

      Schauen wir mal, was die polnischen Organisationen für die Oma tun, jetzt wo offiziell jeder bescheid weiß.

      lg Anne
    • - ganz ehrlich - ob ich da jetzt auf die polnischen Organisationen vertrauen sollte, weiß ich nicht.
      Ich hoffe, dass sie helfen können und helfen werden, aber ich befürchte auch, dass es schwierig werden wird.
      Wenn man sein ganzes Leben lang auf sich allein gestellt war, allein gelebt hat und für sich selbst kämpfen musste,
      wird es wohl schwierig werden, sich von heute auf morgen auf andere/fremde Menschen einzulassen - auch, wenn sie Hilfe bringen wollen.

      Wenn sie jetzt Hilfe verweigern würde, würde sie das in ein ungünstiges Licht rücken, die meisten würden das nicht verstehen.
      Aber kann jemand verstehen, welcher Druck jetzt aufgebaut wird, mit dem sie wahrscheinlich gar nicht umgehen kann?
      Eventuell die Angst, dass man versuchen wird, sie vom Hof weg zu bekommen? Die Angst, was aus ihren Tieren wird?

      Ich hoffe, es wird von allen Seiten behutsam mit Oma umgegangen, eine Art "Überfallrollkommando" nach dem Motto:
      "jetzt schauen wir uns erst einmal jeden Winkel genau an und dann sehen wir weiter", wo in jeden Winkel ihrer Privatsphäre eingedrungen wird,
      wird sie wohl schlecht verkraften.
      Ich verstehe auch nicht, dass man vorher nicht Bescheid wusste - hat den damals auch niemand von dem Brand bei Oma etwas mitbekommen?

      Wir sind uns auch noch nicht sicher, wie wir das bei unserem Besuch angehen wollen, denn auch wir müssen uns ja ein genaueres Bild machen,
      um effektiv helfen zu können. Hoffentlich hat Sylwia eine gute Idee, wie wir Oma die Angst nehmen können, dass sie uns vertraut ….
      …. alles sehr schwierig, aber wir werden unser Möglichstes tun, um Oma zu helfen.

      Und deshalb freue ich mich auch so sehr, dass so viele liebe Menschen an Oma Marta denken und mithelfen möchten <3

      DANKE euch allen von Herzen :bluemchen:


      P.S.
      die Weihnachtstüten sind gepackt - zwar ist es schon spät, aber in Masuren kommt der Weihnachtsmann dann eben zweimal :)

      Leider ist es nicht sehr viel, außer den 100 Euro vom Kalendergeld und 50 Euro in Gedenken ans Susanne/grisu
      ist nichts mehr an WeihnachtsSpenden dazugekommen, wir haben noch den Rest draufgelegt, und so können sich die TH-Mitarbeiter wenigstens etwas freuen.

      Und für Oma Marta haben wir noch zusätzlich Tee, löslichen Kaffee, Cappucino, etc. und eine warme Kuscheldecke mit eingepackt,
      alles Weitere wollen wir ja vor Ort mit ihr zusammen besorgen, dann wissen wir auch in Zukunft genau, was sie gern isst/trinkt und für das tägliche Leben benötigt.


      <3 DANKE euch allen für eure Hilfe <3




      (tier)liebe Grüße, Elisabeth
      Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will (Albert Schweitzer)

      TierNotFelle EUROPA e.V. - Sparkasse Ansbach - IBAN: DE43 7655 0000 0008 5616 15 - BIC: BYLADEM1ANS - Paypal: kontakt @tiernotfelle-europa.de
    • @bibi: bitte lies mal den thread mit Übersetzung des Zeitungsartikels von Anfang an, dann weißt du, unter welchen unsäglichen Bedingungen diese alte Oma leben muss und warum der Verein TNF Europa versucht, dort mit dem Nötigsten zu helfen. Oma Martas Hilfsbedürftigkeit ist erst kürzlich und ganz plötzlich ans Tageslicht gekommen.....
      Es grüßt
      Donnas Spaziertante (Elisabeth)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Donnas Spaziertante ()

    • Danke Elisabeth :kuscheln:

      Ich war ja schon einmal auf der Farm,,,, :fahrkette:

      Habe jetzt nochmal gelesen,,,,,also wurde ihr quasi nahegelegt die Farm nicht mehr zu betreiben, wegen ihrer selbst willen.
      Ich dachte weil die Farm der Stadt gehört und sie sie dort weg haben wollten.

      Schlimme Zustände scheinen es ja mitlerweile zu sein, das ist so furchtbar, und ich weiss ja auch selber wie es ist um Hilfe bitten " zu müssen" , oder sie eben auch anzunehmen.
      Gerade in Martas Alter ist es sehr schwierig und bedarf Fingerspitzengefühl ihr unter die Arme zu greifen.
      Denn das was sie gerade macht, ist ja das letzte Stück Selbstständigkeit, das ihr geblieben ist :crap:

      Ich hoffe von Herzen, dass sich zumindest die Hälfte des Zeitungsartikels für Marta erfüllt :daumendruecken: :daumendruecken: :daumendruecken:
      Liebe Grüße.... Bibi Sonnenschein
    • tiernotfelle-europa.de/weihnachtswunsch-f%C3%BCr-oma-marta/

      NEUES von Oma Marta - UPDATE 8. Januar 2019

      Von den bisher eingegangenen Spenden in Höhe von derzeit 2.430,00 Euro für Oma Marta
      haben wir 1.500 Euro in 6,324 PLN umgetauscht. Dieser Betrag wurde Sylwia zu treuen Händen übergeben.

      Von diesem Geld wurden die letzten Einkäufe in Höhe von 744 PLN bezahlt, weiter wird Sylwia von dem Geld Brennholz und Heu und Stroh für die Kühe kaufen.
      Die Belege über die jeweiligen Beträge wird Sylwia per mail schicken, damit wir immer auf dem neuesten Stand der Dinge sind.



      Reisebericht von Anfang Januar 2019 von Ulla/Chappy:

      Da Sylwia sich bis zur unserer Ankunft um Oma Marta gekümmert hat, hat Oma mittlerweile großes Vertrauen zu Sylwia aufgebaut.
      Das war für uns eine große Hilfe, denn wir mussten auch einen Blick ins Haus werfen können, um uns ein Bild von der Lage machen zu können.
      Wir hatten Sylwia vorab eine Liste mit Fragen an Oma Marta gegeben, damit sie schon einiges in Erfahrung bringen konnte.

      Omas Telefon funktioniert mittlerweile wieder, und somit konnte Sylwia mit Oma telefonieren und erfragen, was am dringendsten benötigt wird.

      Am Samstag traf ich mich also mit Sylwia, um die Einkaufe für Oma zu tätigen.
      Die Liste war lang, als erstes die Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Brot, Nudeln, Reis, Mineralwasser, Marmelade, Käse, Wurst usw. usw. .
      Dann kamen dazu ein paar warme Arbeitsstiefel, eine gefütterte Jogging-Hose, die sie unter ihrer Arbeitshose anziehen kann, eine warme Jacke für die Wohnstube,
      eine dicke Wollmütze, ein neues Kopfkissen mit Bezügen und 2 Töpfe (einen für Speisen, einen für die „kleine Wäsche“).

      Dann fuhren Sylwia, Edward (Sylwias Mann), Klaus und ich vollbepackt zu Oma Marta.
      Als wir die Einfahrt hochfuhren, kam uns Oma Martha mit einem Lächeln entgegen.
      Ihr Gesicht war blass, der Mantel, den sie trug, war voller Kuhmist, ihre Mütze war viel zu groß, so dass Oma die Mütze mehrmals umgeschlagen hatte, damit sie einigermaßen passte.
      Wir konnten sehen, dass sie glücklich war, uns zu sehen.

      Nach einer langen Unterhaltung bat Sylwia Oma dann, uns ins Haus zu lassen, aber sie lehnte ab.
      Aber Sylwia gab nicht auf und sagte Oma, dass wir nur helfen können, wenn wir uns ein Bild von der Lage machen können.
      Nach langer Überlegung willigte Oma ein, unter der Bedingung, dass wir keine Fotos machen.

      Dann öffnete sie zuerst die Haustür, in der ein dickes Loch war, dann die Tür zu ihrer Wohnstube, in der auch ein dickes Loch war.
      Und uns allen stockte dann der Atem: - Wir traten ein in ein dunkles, kaltes Loch.

      Ein Fenster war mit Holz zugenagelt, vor dem anderen Fester hing ein dicker Vorhang, der halb zugezogen war, damit die Kälte nicht so reinzog. Die Wohnstube war nicht isoliert,
      der Fußboden besteht anscheinend aus unebenem, gestampften Lehmboden – wir konnten es nicht genau ausmachen. Löcher waren in den Wänden und überall zog es .

      2 alte Kühlschränke, 1 alter E-Herd und eine alte Gefriertruhe standen in der Wohnstube. Alle diese Sachen waren defekt und somit unbrauchbar. Sie standen noch dort,
      weil sie die schweren Elektrogeräte nicht allein aus der Wohnstube tragen kann, dafür braucht sie starke Männer, die sie nicht hat.
      Ein altes Sofa stand an der rechten Seite der Wohnstube, ein weiteres Sofa direkt vor Kopf. Auf der linken Seite stand ihr angebliches Bett, auf dem ein Hund schlief,
      und in der Mitte des Raumes steht ein alter, klappriger Küchentisch und zwei wacklige Stühle.

      Mit einer Taschenlampe entdeckte ich dann ihren kleinen „Kaminofen“, der max. 40 cm hoch ist – dieser ist zum Kochen da (auf dem Ofen stand noch ein kleiner Topf mit einem Rest Suppe) und er muss zudem den ganzen Raum wärmen - dafür ist er aber viel zu klein.

      Oma sagte, dass sie erst gegen Abend den Ofen anmacht, da sie kaum noch Holz hat. Und abends kann sie sich dann auf dem Ofen ihre Suppe warm machen.

      Dann musste ich den Raum verlassen, da ich kaum noch atmen konnte. Tränen standen mir in den Augen. - Als ich mich gefangen hatte, ging ich wieder zu Oma und Sylwia,
      damit wir uns nach dieser ersten, kurzen Bestandsaufnahme in Ruhe unterhalten konnten.

      Edward verfütterte währenddessen das letzte Heu an die 10 Kühe, Stroh gab es schon lange keines mehr.

      Klaus warf in der Zwischenzeit einen Blick in die angrenzende Scheune. Das Gebälk scheint noch einigermaßen stabil zu sein und das Dach scheint auch dicht zu sein, allerdings müßte dringend alles, was sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt hat, „ausgemistet“ werden, dann könnte das Brennholz und auch das Stroh und das Heu für die Kühe dort gelagert werden.

      Oma hat im Kuhstall noch zwei Katzen die kastriert werden müssen und einen Rüden der kastriert werden muss. Da der Rüde Krebs hat, hatte Oma ihn bist jetzt noch nicht kastrieren lassen. Sylwia wird das mit einem TA abklären, ob es medizinisch angezeigt ist, und sie wird sich auch um die Kastrationen der Katzen kümmern.

      Dann wurden die beiden Autos ausgeladen und Omas Augen strahlten, als sie die vielen Lebensmittel und die schönen Sachen sah, die wir eingekauft hatten und einige Sachen, die noch liebe Spender aus Deutschland mitgeschickt hatten.
      Sie bedankte sich immer und immer wieder und dann ging sie auf die neuen Gummistiefel zu. Sie zog ihre alten Gummistiefel aus und schlüpfte in die gefütterten Stiefel. Ihre Mundwinkel reichten fast bis zu ihren Ohrläppchen, so strahlte Oma.
      Wie wir sahen, hatte sie in ihre alten Gummistiefel mehrere Plastiktüten gestopft, um ihre Füße einigermaßen warm zu halten.
      Dann sah Oma noch die dicke Winterjacke, die eine liebe Spenderin noch rechtzeitig zu Elisabeth geschickt hatte, zog auch die an und strahlte wie ein Kind. Die Jacke und die neuen Gummistiefel passten.

      Sylwia hat sich bereits nach Holz für Oma und Heu und Stroh für die Kühe umgeschaut, es soll schnellstens geliefert werden.
      Edward kennt einige Menschen in der Gegend und wird sich umhören, ob es vielleicht in der Umgebung einen Mann gibt, der für kleines Geld Oma Martha etwas unter die Arme greifen kann, denn körperlich schafft sie viele Dinge einfach nicht mehr, z.B. das Ausmisten des Stalls etc. .

      Was sie bauliche Seite anbelangt, wird Edward, der sich mit dem Baugewerbe auskennt, die Sache in die Hand nehmen und versuchen, zumindest finanziell die Gemeinde mit ins Boot zu holen, damit zuerst einmal Türen und Fenster ersetzt werden können.
      Wir müssen abwarten, was die Verhandlungen ergeben, werden aber sofort berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.











      (tier)liebe Grüße, Elisabeth
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    • Danke sehr für diesen Bericht. Es ist ein Jammer. Ich habe ein Seniorenbett (weiß) mit fast neuer Matratze und Bettzeug abzugeben , einen kleinen Küchentisch mit Stuhl, mehrere Kleinmöbel, und niemand hat die Sachen bisher genommen. Sie sind zu verschenken, aber so schnell wie möglich, da Handwerker im Anmarsch sind und der Platz dringend zum Arbeiten benötigt wird. Ich habe keine Lagerkapazitäten und wüsste nicht, wie ich die Sachen zu Oma Marta geben könnte; sie könnte alles gerne von mir haben!!!!! Gern würde ich alles einfach nach Masuren "beamen".......So wie es ist, gehen die Sachen in 2 Tagen zur Caritas oder auf den Sperrmüll. Das sollte eigentlich nicht sein, wenn woanders so große Not besteht. :(
      Es grüßt
      Donnas Spaziertante (Elisabeth)
    • Einfach nur traurig :weinen: mir fehlen im Moment die Worte :weinen:

      Ein großes Dankeschön an alle die Helfen, :kuscheln: auch an Sylwia,die direkt zur
      Oma Martha gefahren ist weil sie nicht erreichbar war.
      Tierliebe Grüße, Anita
      Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht. (Heinz Rühmann)

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    • ja, klar, zwischenlagern können gewiss einige, ich auch.
      Aber es wird doch eher am Transport der großen Dinge scheitern, klingt nicht so , als passe es in den üblichen PKW.

      Ich muss und musste auch einen Haushalt auflösen und finde , dass es einen Unterschied macht, ob ich alles zum Sperrmüll gebe
      oder Caritas /Sozialkaufhaus /DRK-Kleiderkammer /Flüchtlingshilfe der Kommune unterstütze,...
      am Ende zählt nur, dass gute Sachen nochmal gut genutzt werden.
    • Außerdem möchte ich mich von Herzen bedanken für diesen wundervollen Einsatz !!!
      Herzlichen Dank an Elisabeth , Ulla , Klaus, Sylwia und Edward !!!
      Mit welcher Umsicht , mit soviel liebevoller Vorsicht und Vorbereitung , einfühlsame Rücksichtnahme auf ihre Befindlichkeit !!!
      Der Bericht hat mich stark berührt, liebe Ulla, Danke !
      Habe doch tagelang zuvor meine Wünsche ans Universum geschickt, dass sie unsere Hilfe richtig verstehen und akzeptieren möge !

      Ist es nicht schön zu erleben, dass wir gemeinsam was bewirken und verbessern können ?
      Ich freu mich so sehr für Marta und schätze euren Einsatz sehr . Das war kein Sonntagsspaziergang, das war harte Arbeit im Winter dahin zu fahren !!!

      Liebe Grüße, Kristina
    • Super, jetzt kann Oma Martha auch tagsüber den kleinen Ofen anmachen :oi:
      Liebe Grüße, Ulla und die Rasselbande
      Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier !

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