• Ich habe eure Seite über Google gefunden, weil ich dort nach "Hilfe bei Giardien" gesucht habe.


    Also kurz die Situation: wir haben drei Wohnungskatzen. Eine davon hat seit März diagnostiziert Giardien. Die anderen sind negativ (bisher zumindest). Angefangen mit 3 x Panacur Kuren, dann 2 x dieses mit M... und seit gestern geb ich Gambamix (Spartix). Gestern hat sie 6 Tabletten problemlos mit Schleckis vermischt gefressen - heute geht gar nix. Weder mit Schlecki, noch mit Wasser verdünnt, die ganze Tablette würgt sie raus.

    Am Anfang hatte sie extrem Durchfall, wirklich die GANZE Wohnung verkackt, inklusive Sofa und und... seit 4 Wochen kackt sie ordentlich Häufen auf jegliche Art von Textilien die sich im Haus befinden.

    Wir haben zudem noch Kinder und nach der Aktion heut früh, hat mein Mann beschlossen sie einschläfern zu lassen - auch einfach zum Schutz der Kinder. Wisst ihr mir irgendeine Stelle, die die Katze(n) vielleicht aufnehmen würde. Ich seh die Argumente von meinem Mann und ich kann selber auch nicht mehr... Vielen Dank!

  • Hallo, Carmen,


    die Situation mit deiner Samtpfote tut mir sehr leid.


    Hat der TA diese von dir beschriebenen Medikamente in dieser Reihenfolge und (welcher?) Dosierung seit März verordnet?

    (was ist dieses "2 x dieses mit M...?)

    Das hört sich schon sehr heftig an, was du alles auflistest - gestern 6 Tabletten ? (ist Gambamix überhaupt für Katzen zugelassen?).

    Bei all' dem könnte ich mir vorstellen, dass der Darm mittlerweile sehr angegriffen ist.

    Was sagt der TA dazu? Gibt es evtl. noch andere Krankheiten, die da mitspielen?

    Hast du in Erwägung gezogen, evtl. den TA zu wechseln für eine zweite Meinung?

    Vielleicht wäre noch wichtig zu wissen, wie und was du fütterst ...


    Leider kenne ich keine Stelle, die Katzen aufnimmt, aber ich hoffe, es werden sich hier noch "Katzenmenschen" äußern und Hilfestellung geben.


    Eine Katze aber nur aufgrund von Giardien zu töten - dafür habe ich keine Worte.

    (tier)liebe Grüße, Elisabeth
    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will (Albert Schweitzer)

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  • Eine Katze aber nur aufgrund von Giardien zu töten - dafür habe ich keine Worte.

    Hallo Carmen,


    ich kann ja verstehen, dass Giardien und die damit verbundenen Umstände sehr unschön sind, aber auch ich finde, dass es absolut keinen Grund gibt, das Tier deswegen einschläfern zu lassen. Es würde mich auch sehr wundern, wenn sich ein Tierarzt findet, der das macht ....


    Wenn die Katze bereits seit März Giardien hat und diese immer noch nicht los ist, dann ist eventuell bei der Behandlung auch einiges nicht richtig gelaufen.


    Das allerwichtigste ist in so einem Fall die Hygiene, ansonsten steckt sich das Tier immer wieder an. Giardien sind "gemein" und verstecken sich gerne und tauchen dann wieder auf, wenn nicht konsequent bis zu Ende behandelt wurde.


    Ich habe dir mal was aus dem Netz rausgesucht, was es sehr gut trifft:


    Zur Behandlung von Giardien bei der Katze setzt der Tierarzt spezielle Medikamente ein. Panacur ist das am häufigsten verwendete Präparat. Panacur enthält den Wirkstoff Fenbendazol, der auch gegen andere Darmparasiten (z.B. Spul- oder Bandwürmer) wirkt. Die infizierten Katzen sollten damit 5 Tage lang behandelt werden. Um die Behandlung und die Darmflora zu unterstützen, können Probiotika und eine Magen-Darm schonenden Diät gefüttert werden.

    Leider sind Giardien relativ widerstandsfähig und nicht immer hat man mit der ersten Behandlung den erhofften Erfolg. In diesem Fall ist ein zweiter, längerer Behandlungszyklus – eventuell mit einem anderen Medikament (z.B. Metronidazol) – notwendig.

    Um die Erfolgsaussichten der Behandlung zu erhöhen und um zu verhindern, dass sich die Katze direkt wieder ansteckt, ist es wichtig die folgenden Hygienemaßnahmen zu beachten:

    • Kot aus dem Katzenklo möglichst schnell entfernen.
    • Die Katzentoilette täglich mit kochendem Wasser reinigen und danach gründlich abtrocknen, da die Zysten bei feuchten Bedingungen besonders lange infektiös bleiben.
    • Bereich um den Anus regelmäßig reinigen und sauber halten.
    • Futter- und Wassernäpfe täglich mit heißem Wasser ausspülen und vor Verunreinigungen durch Kot oder Fliegen schützen.
    • Nur frisches Wasser zu trinken anbieten.
    • Decken, Körbchen und Spielzeug am Anfang und am Ende der Therapie so heiß wie möglich waschen.
    • Die Katze (v.a. langhaarige Stubentiger) am Ende der Behandlung gründlich shampoonieren, um die Zysten aus dem Fell zu waschen. Beim Putzen schlecken sie die Zysten sonst ab und infizieren sich wieder neu.
    • Feste Böden am besten mit einem Dampfstrahler (über 60 °C) abspritzen und danach desinfizieren. (Liste geeigneter Desinfektionsmittel auf der Website der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft DVG: http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800)

    Giardien bilden sogenannte Zysten, die die infizierte Katze mit dem Kot in die Umwelt ausscheidet. Indem die Katzen die Zysten – z.B. aus Kot, verunreinigtem Wasser/Futter oder durch Abschlecken eines infizierten Tieres – aufnehmen, stecken sie sich mit den Parasiten an. Die Zysten der Giardien können, vor allem bei kühlen und feuchten Bedingungen, mehrere Monate in der Umwelt überleben und infektiös bleiben.


    Wenn du gar nicht mehr weiter weißt, dann empfehle ich dir einen Besuch in einem Tierheim in deine Umgebung. Vielleicht können die dir weiter helfen, denn gerade Tierschutz-Tiere haben oft Giardien und ich denke mal, dass man da Erfahrung mit so was hat.


    LG Sonja

    :katze3:
    „Wenn man sich mit der Katze einlässt, riskiert man lediglich, bereichert zu werden.“
    (Sidonie-Gabriell Colette)

    Einmal editiert, zuletzt von sonjakw ()

  • Giardien-Behandlung kenne ich nur beim Hund (Wily/Sam damals mein Pflegi aus der Slowakei).


    Das zog sich auch über einen geraumen Zeitrahmen.

    Lea musste ebenfalls behandelt werden,rein prophylaktisch um einen Pingpongeffekt zu vermeiden!

    Dafür müssen mehrere Stuhlproben gesammelt und labortechnisch untersucht werden.


    Für unseren Sam bekamen wir anschließend noch eine Magen-Darm-Kur verpasst, weil das Immunsystem total im Keller war.

    Darüberhinaus wurde uns bereits während der Behandlung eine kohlenhydratfreie Kost empfohlen.


    Katzen sind reine Fleischfresser und vertragen kein Kohlenhydrate. Allerdings interessiert das die Futtermittelhersteller herzlich wenig. Kartoffeln, Reis und Nudeln sind halt billiger als Reinfleischfuttermittel.


    Möglicherweise ist der Darm so dolle angegriffen, dass dadurch nur Durchfall ausgeschieden wird.

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    Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt.
    (Gerald Durrell)

  • Das die kranke Katze kein Katzenklo mehr aufsucht, ist doch bei den Schmerzen, die sie hat, verständlich. Sie verbindet das Katzenklo damit.


    Da sich augenscheinlich der Ehemann nicht mehr weiter mit der Problematik abgeben möchte, bitte ich, die Katze dem örtlichen Tierschutz zu überschreiben. Dort kann eine adäquate Behandlung und anschließende Vermittlung erfolgen. Eine Tötung des Tieres ist nicht tierschutzkonform. Erst recht nicht wegen behandelbarem Parasitenbefall.

    Gruß
    Moni


    Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Euch sehen kann, wann immer ich will.

  • Ein Tier wegen einer Giardieninfektion einschläfern geht gar nicht. Davon ab macht man sich - und auch jeder Tierarzt der die Euthanasie in solch einem Fall durchführt - strafbar, denn das ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.


    Ansonsten kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Hygiene ist das A und O. Außerdem ist kohlenhydrathaltige Ernährung völlig kontraproduktiv, weil man damit die Giardien immer weiter ernährt. Vielleicht mal eine zweite Tierarztmeinung einholen bzw. was sagt der jetzige Tierarzt denn zum aktuellen Zustand der Katze?

  • Eine sehr schwierige Situation, besonders da noch weitere Katzen und Kinder mit im Haushalt leben. Abgesehen von der Medikamentierung ist Hygiene da wirklich für alle sehr wichtig. Als der Kater Jonas vor einigen Jahren an Giardienbefall litt (und sogar 4 Tage in einer Tierklinik verbringen musste) , haben meine Tochter und ihr Freund die ganze Wohnung mit einem Heißdampfreiniger behandelt. Nicht nur die Fußböden und Arbeitsflächen, auch die Fensterbänke, Teppiche, Stühle, Kissen und alle Polstermöbel. Arbeitsflächen wurden mit einem Desinfektionsreiniger behandelt. Es hat insgesamt fast 2 Tage gedauert. Das war aber laut Tierklinik wichtig, um einen Rückfall zu vermeiden. Und es hat funktioniert. Der Kater wurde mit Hilfe der Medikamente wieder gesund und es ist nichts weiter vorgefallen.

    Das würde ich euch auch sehr wünschen!

    Für eine gut heilbare Erkrankung sollte es auch für ein Tier nicht die Todesstrafe geben!


    Je nachdem, wo du wohnst, liebe Carmen, kann ich dir diesen Dampfreiniger gerne leihweise zur Verfügung stellen. Es wäre aber trotzdem gut, wenn du jemanden hättest , der dir bei der zeitraubenden Aktion behilflich ist.

  • die ganze Wohnung mit einem Heißdampfreiniger behandelt.

    ...kommt mir bekannt vor!!!

    Gerade im Hinblick darauf, dass Kinder im Haushalt leben, muss es sehr pingelig sein.

    Nicht nur der Dampfreiniger kam zum Einsatz, sondern auch einiges an Flächendesinfektion.

    Die Waschmaschine hat Überstunden gemacht und ich musste einiges entsorgen! - Aber mit Sicherheit nicht mein Tier!

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    (Gerald Durrell)

  • Du möchtest Deine Katze einschläfern lassen, weil sie Giardien hat ??? =O=O=O


    Vermutlich wird sie sich immer wieder reinfizieren, weil Du nicht gründlich genug desinfizierst. Das ist, wie die anderen bereits schrieben, das A und O bei Giardien, sonst kommt es immer wieder zu Rückfällen !!


    Bei den vielen Medikamenten, die sie bereits bekommen hat, wird ihre Darmflora völlig im Eimer sein und eine vernünftige Darmsanierung ist dringend erforderlich !

    Katzen haben gerne offene Türen - für den Fall, sie entscheiden sich doch anders.... :] (Verfasser unbekannt)

  • Am besten hilft da ein Ozongerät, dass man auch leihen kann. Unsauberkeit ist nie Protest, sondern hat organische Gründe.

    Giardien können zu einem Problem werden, wenn das Immunsystem nicht ausreichend funktioniert. Bei Stress zB. Eventuell fühlt sich die Katze nicht wohl. So kann sie sich nicht richtig erholen.

    Ich würde die Klo's erst Mal woanders aufstellen, damit sie nicht mit den vorherigen Schmerzen verknüpft werden.

    Parallel zur Behandlung des/ der Tiere dann ein gutes Ozongerät leihen und ein Zimmer nach dem anderen behandeln ( da muss alles was lebt entfernt werden, auch Pflanzen). Das Gas vernichtet die Zysten, egal in welcher Ritze sie liegen. Nach Verflüchtigung kann der Raum wieder betreten werden, es gibt keinen giftigen Niederschlag, muss nur gut gelüftet werden. Viel effektiver als Dampfreiniger.

    Gruß
    Moni


    Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Euch sehen kann, wann immer ich will.

  • Interessant, dass die Threaderstellerin sich so gar nicht mehr rührt. Hoffen wir das Beste für die Katze...

    Das habe ich mir auch schon gedacht. Wahrscheinlich hat sie zu viel Gegenwind bekommen ............

    :katze3:
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    (Sidonie-Gabriell Colette)

  • Ja, das ist wirklich schade. Ob das alles nur ein böser Scherz war oder ob die kranke Katze gar nicht mehr lebt??? Auf jeden Fall habe ich hier noch etwas dazugelernt, das mit der Ozonmaschine, das war mir noch nicht bekannt! Gut zu wissen, auch für zukünftige Problemfälle.

    Es grüßt
    Donnas Spaziertante (Elisabeth)

    Einmal editiert, zuletzt von Donnas Spaziertante () aus folgendem Grund: Rechtschreibung korrigiert

  • Hygiene ist das A und O bei Giardien, kenne die Biester zwar nur vom Hund, aber das wird ja ähnlich sein, Decken, Handtücher etc bei mindestens 70 Grad waschen, Häufchen sofort entsorgen , damit kein anderes Tier damit in Berührung kommt und waschen, waschen, waschen, wir hatten blutigen Durchfall, dank Panacur und konsequenter Hygiene hatten wirs in einer Woche überstanden und der andere Hund hatte sich nicht angesteckt

  • Wie sich die Gedanken gleichen...


    JA, auch ich habe mich gefragt, warum die Fragestellerin sich so gar nicht mehr meldet...:/

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    Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt.
    (Gerald Durrell)

  • Wie sich die Gedanken gleichen...


    JA, auch ich habe mich gefragt, warum die Fragestellerin sich so gar nicht mehr meldet...:/

    Entweder war es Fake, denn die Einschläferung aufgrund von Parasiten in einem Tierschutzforum anzudrohen ist schlichtweg provokant. Oder zu viel Gegenwind. Vermutlich hätte man lieber Bestätigung erhalten als den Spiegel vorgehalten zu bekommen. :ka:

  • Bis zur Euthanasie muss schon was schwerwiegendes vorliegen. In dem Fall Zuspruch zu bekommen, ist man in einem Tierschutzforum nicht wirklich gut aufgehoben...


    Für manche Menschen (oder viel mehr für die Tiere) ist es besser, dass sie sich keine anschaffen.

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    (Gerald Durrell)

  • Die "Threaderstellerin" hat einen Namen.

    Carmen hat um Hilfe gebeten. Ich habe hier nicht die Erwartung eines Zuspruches für die Euthanasie reingedeutet.

    Vielmehr las ich hier Not und die Bitte um Hilfe.

    Manch einer hat nicht die Erfahrung, gelangt in die Hände eines unerfahrenen Tierarztes, hat den Druck der Familie und keine Kraft mehr für einen neuen Ansatz. Manchmal ist es notwendig und besser, wenn das Tier in den Tierschutz kommt. Und genau danach wurde gefragt.

    Ob wir eine geeignete Stelle kennen.

    Wüssten wir, wo Carmen wohnt, könnten wir ihr auf diesem Weg helfen.


  • (rot von mir markiert)

    Dazu gehört allerdings auch eine Interaktion seitens der TE Carmen.

    Es wurden viele Fragen an sie gestellt, keine einzige wurde von ihr beantwortet.


    Ich gehe doch nicht in ein Forum, in dem ich völlig fremd bin, stelle mich nicht vor,

    sondern konfrontiere die Leser mit der Aussage (sehr gekürzte Form):

    "meine Katze hat Giardien, nichts hilft, mein Mann will sie einschläfern lassen, wer nimmt sie ..."

    und beantwortet keinerlei Fragen, nicht einmal, in welcher Gegend von D sie wohnt.


    Wie soll man da helfen, und wenn es nur darum ging, die Katze abzugeben, hätte sie als erstes im nächstgelegenen Tierheim nachfragen können.

    (tier)liebe Grüße, Elisabeth
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