Ernährung bei Gastritis

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    • Ernährung bei Gastritis

      Hier sind ja einige erfahrene Leute unterwegs die mir hoffentlich mit ein paar guten Tipps weiterhelfen können.

      Folgendes Problem:
      Bei Caramel wurde vor ca. 3 Wochen eine Gastritis diagnostiziert. Ich glaube im Nachhinein, dass er da schon immer Probleme mit hatte, dass aber nie als Gastritis erkannt wurde. Schon als junger Hund hatte er morgens öfters Probleme mit Nüchternerbrechen. Letztes Jahr fing es irgendwann an, dass er nachts Probleme mit Sodbrennen bekam. Die THP hat seither Sobamin, MSM, Darmaufbau etc. pp. verordnet. Im August wurde dann Helicobacter diagnostiziert und mit Anibiose behandelt. Danach wurde es etwas besser. Von Zeit zu Zeit hatte er nachts immer mal wieder Sodbrennen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es Sodbrennen ist, denn nach einer Priese Natron ist Ruhe. Vor drei Wochen war's dann so schlimm, dass er übermäßig viel getrunken hat. Die Nierenwerte waren ok. Anaplasmose wurde negativ getestet. Borreliose positiv. Blutbild ansonsten unauffällig. Ein Kontrastmittelröntgen ergab eine Gastritis. Er bekommt Cimitidin und die THP hat auch einiges umgestellt. Abends vor dem Schlafen gehen bekommt er einen Haferschleim (Haferflocken + Brühe aus ausgekochten Rinderknochen). Damit wurde es besser. Letzte Woche war er auch vom Verhalten her wieder ganz der Alte. Diese Woche nun der Rückfall. Seit Montag hat er morgens immer sehr mäckelig gefressen, teils auch Futter stehen lassen (das macht er sonst eigentlich nicht). Mittwoch ging es ihm laut HuTa vormittags gar nicht gut. Nachmittags zur TÄ: Diagnose Bauchschmerzen. Cimitidin bekommt er ja eh noch. Zusätzlich gab's eine Novalginspritze + Novalgin für die nächsten 5 Tage in Tablettenform. Dem Schnuff geht's immer noch mies. Gassi war heute nur im Schritttempo möglich, Streicheln ist genehm - jedoch krümmt er teils den Rücken etwas auf, Wärme (zudecken, Wärmekissen) ist doof... Heute Mittag gab's dann auch nochmal eine kleine Portion Haferschleim, dass scheint erst einmal wieder für etwas Ruhe gesorgt zu haben. ...

      Die ganze Sache überfordert mich gerade leicht und ich frag mich, ob ich ggf. mit der Fütterung gerade einen Fehler mache der sich eher negativ auf die Gastritis auswirkt bzw. was kann ich womöglich ändern / ergänzen um die Gastritis beim ausheilen zu unterstützen?

      Die Fütterung sieht derzeit wie folgt aus:
      Morgens: ca. 250g Frischfleisch, 2-3 EL gekochtes u. püriertes Gemüse (Zucchini, Fenchen, Staudensellerie, Spinat... einzeln oder auch mal gemischt), 2ML Pernaturam Enterogan (Verordnung THP), 2ML Pernaturam Pernasenior, 2ML Pernaturam Lecithin + Kieselsäure, 1TL Schwarzkümmelöl (Zeckenabwehr), 1TL Kokosflocken (Wurmprofilaxe), hin und wieder etwas getrockneten Estragon (Wurmprofilaxe)

      Abends: ca. 250g Frischfleisch, 1-2x pro Woche 1 gekochtes Ei ohne Schale (roh mag er nicht), ca. 2x pro Woche ca. 50g leicht angebratene Rinderleber(Verordnung THP, roh frisst er nicht), 1ML Pernaturam 30-Kräuter, 1ML Sobamin (Verordnung THP), 1/2ML MSM (Verordnung THP), 2ML Pernaturam Pernasenior, 2ML Pernaturam Lecitin + Kieselsäure, 1 TL Öl (derzeit Hanföl)

      Vor dem Schlafengehen: etwas Haferschleim (Haferflocken und Brühe aus ausgekochten Rinderknochen mit etwas Einlage - was halt so am Knochen dran hing)

      seitens TÄ: morgens u. abends je 1,5 Tab. Cimitidin, seit heute 2x tägl. 1 Tab. Novalgin (für 5 Tage)

      seitens THP: 3x tägl. 1 Tabl. Regazym Plus, Arsenicum alb., Robinium / Lycopodium im tägl. Wechsel, Quentakehl, Notakehl, Brucel (wenn ich's richtig verstanden habe, bekommt er die Sanum Tropfen wegen der Borrelien)

      Von Schonkost war bisher weder bei TA, noch bei THP die Rede. Sollte ich vielleicht besser erst einmal kein Frischfleisch füttern? Ist die Brühe abends im Haferschleim kontraproduktiv? Gemüse besser abends? Ich bin für alle Anregungen und Tipps offen!!!

      P.S.: Slippery Elm-Schleim hat er seit letzten Sommer 10ml vor jeder Mahlzeit bekommen - hat nicht geholfen bzw. ihn auch nicht beschwerdefrei durch die Nacht gebracht. Haferschleim nur mit Wasser kochen - frisst er nicht. Milchprodukte scheiden generell aus - das gibt in Null-Komma-Nix Bauchgrummeln und Durchpfiff.
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    • Lennox hatte im Alter auch ständig Probleme mit Magenübersäuerung.
      Ich habe ihm Flohsamenschalenpulver gegeben. Wichtig ist, das Pulver in reichlich Wasser quellen zu lassen. Ich habe 1 TL in eine Dessert-Schale Wasser eingerührt und ca. 20 - 30 Minuten quellen lassen, das hat er dann unters Futter ( BARF) bekommen...einmal täglich.
      Solange er das bekam, hatte er nie mehr Probleme, hab ich es mal vergessen, ging es ihm wieder schlechter. Ich hab es ihm dann durchgehend gegeben.

      edit:
      ich würde das Schwarzkümmelöl mal weglassen.
      Habe mal gelesen, daß das gar nicht unbedingt so gut ist für Hunde.
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

      es liegt wie ein Schatten über allem, und er kann sich nicht mehr unbefangen freuen. "

      Albert Schweitzer
    • Ich hatte ihm anfangs Omeprazol gegeben, das hat 0 Wirkung gezeigt!

      Das Flohsamenschalenpulver bekommen auch die anderen Hunde, falls sie mal Probleme mit Sodbrennen haben...hat bisher bei jedem unserer Hunde geholfen.
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

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      Albert Schweitzer
    • Ach so, noch ganz wichtig: kein Schmerzmittel und kein AB oral!!!!
      Meine Aysha hatte damals ein ganz schlimme, akute Gastritis mit heftigen Magenschmerzen. AB hab ich ihr subkutan gespritzt und Novamin gabs in Form von Kinderzäpfchen!
      Die Novamin-Zäpfchen haben bei ihr bereits nach ein paar Stunden gewirkt, danach ging es mit ihr wieder bergauf. Ihr ging es vorher so schlecht...sie hatte gezittert vor Schmerzen :/
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

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      Albert Schweitzer
    • Caramel schrieb:

      Das Novalgin wäre somit eher kontraproduktiv, wenn ich das richtig verstehe? :denk:
      Schmerzmittel sind meist für den Magen nicht so gut...ich hatte es damals al Zäpfchen gegeben, und da hat es super geholfen.
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

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      Albert Schweitzer
    • Noch was zu dem Magensäureblockern:

      Ich hab vor kurzem gelesen, daß die überhaupt nicht gut sind. Sie bewirken ja, daß erst einmal weniger Magensäure produziert wird, aber sobald die Wirkung nachlässt, produziert der Magen um so mehr Magensäure, da er das Defizit wieder ausgleichen will, und so kommt es dann letztendlich zu einem Jojo-Effekt. Keine Ahnung, in wie weit das stimmt, kling aber irgendwie nachvollziehbar.
      Wenn du Caramel die Flohsamenschalen gibst, würde ich auf jeden Fall das Cimetidin weglassen.
      Ich könnte mir auch vorstellen, daß Magensäureblocker, über einen längeren Zeitraum gegeben, nicht so gut sind bei Rohfütterung :denk:
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      Albert Schweitzer
    • Olli hat keine Gastritis, ihm wird aber schlecht bis zum Nüchtern-Erbrechen, wenn sein Magen vor der Nacht nichts mehr bekommt und morgens nicht sofort etwas.

      Er bekommt jeweils 1/2 Zwieback. Es kommt bei ihm wirklich auch auf eine relativ genaue Uhrzeit an. Abends nicht vor 20.00. Ist halt so ^^

      Gute Besserung für deinen Lieben.
      liebe Grüße,

      Petra
    • Ich wäre vorsichtig mit dem Schwarzkümmelöl, weil es die Leber sehr belasten soll.
      Mein Tip wäre, das rohe Fleisch zu überbrühen bzw zu kochen.
      Ich kenne viele Hunde, die rohes Fleisch im Alter nicht mehr vertragen und mit Magenproblemen reagieren, obwohl sie ihr Leben lang gebarft wurden.
      Vielleicht hilft es ja.
      Hat deine Thp schon mal Nux vomica verabreicht?