Spring, schwarz-weißes Wuschelmädchen mit gelähmter Hinterhand, geb. Okt. 2017, (Alina)

    • Für mich hörte sich der letzte Bericht schon ein wenig so an…
      Aber man darf ja an das Gute glauben… bis zum Beweis des Gegenteiles.

      Es tut mir furchtbar leid, dass die schöne Hündin keine Chance bekommen hat.

      :kerze:
      “To sit with a dog on a hillside on a glorious afternoon is to be back in Eden, where doing nothing was not boring – it was peace.” Milan Kundera

      www.hundepersoenlichkeiten.de
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    • Liebe Spring, mir fehlen die Worte. Jetzt flitzt du hoffentlich über grüne Wiesen und kannst frei sein...

      Ich bin hin und her gerissen. Ich hoffe, das diese Entscheidung im Sinne von Spring war. Ich möchte eigentlich daran glauben, dass wenn sich jemand für ein Handycap-Hund entscheidet sich auch bewusst ist welcher Aufwand das ist.

      Liebe Grüße
      Jasmin

      Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede. (Louis Armstrong)
    • Sehr sehr traurig. Arme Spring, nun hast du zumindest keine Dauerschmerzen mehr. Es ist aber vielleicht auch möglich, dass bei Spring noch mehr Probleme entdeckt wurden als "nur" die lahmen Beine und Inkontinenz. Wir wissen es nicht und sollten kein böses Urteil fällen , solange wir die Begründung für die Entscheidung zum Einschläfern nicht kennen.

      Es grüßt
      Donnas Spaziertante (Elisabeth)
    • Es ist doch immer wieder erstaunlich wie gut die Menschen zuhören können u. vor allem wie schnell sie Glauben und Verurteilen ohne selbst die Sachlage zu kennen...und alles nur basierend auf den Äußerungen eines einzigen Menschen. Ein Mensch welcher selbst ohne jedlicher Vorkenntnisse bei mir anrief und von mir wissen wollte wann, warum und aus welcher Grundlage heraus Spring eingeschläfert wurde. Ich habe diesem Menschen all seine Fragen nach gutem Gewissen u. im Glauben der Fairness bei einer vorgreifenden Eröffnung hier im Forum über den Tod von Spring beantwortet. Solch eine Formulierung mit unterschwelligen Andeutungen, woraus vieles zu Lesen und zu Deuten ist, habe ich nicht erwartet. Vielleicht hättest du noch eine Nacht darüber schlafen sollen, Michi...denn eure Emotionen waren in diesen Tagen doch recht hochgekocht.
      Ohne Genaueres über Spring´s Gesundheitszustand und daraus resultierenden Tod zu wissen sollte „keiner“ urteilen.

      Um eines vorweg zu erklären...Spring ist „nicht“ - Heimlich, still und leise – eingeschläfert worden! Für dich Michi ist es – ...wie es scheint... - und das sollen jetzt alle anderen Menschen glauben?...wohlgemerkt ohne Vorkenntnisse...auch ohne die Deinigen. Denn genau zugehört hast du mir nicht!!!
      Traurig sind dann die daraus entstandenen Kommentare wie

      ...warum diese heimliche Aktion gestartet wurde. Hoffentlich geht es dem Nachfolger nicht auch so...

      ...Wenn man einem solchen Hund mit Handycap zu sich nimmt ist man sich doch bewußt was auf einen zukommt, wohl nicht das Einschläfern!
      (Hier möchte ich mal anmerken...Spring war nicht nur ein Hund mit Handycap...an dem Rattenschwanz hing noch so einiges mehr)

      ...Ich bin fassungslos ich hatte mir damals schon überlegt sie zu nehmen weil ich sie so wundervoll fand ...wie kann man diesen wunderschönen Hund einfach einschläfern tut mir Leid da verstehe ich aber auch das Frauchen nicht

      (Naja...du hast sie "damals" nicht genommen. Zu dem Zeitpunkt wäre ihr Zustand vielleicht nicht so schlimm gewesen. Und wie gesagt...Spring ist nicht "einfach" eingeschläfert worden)

      ...wie kann man diesen wunderschönen Hund einfach einschläfern...- hier liegt die Betonung auf einfach!

      Ich brauche auch nicht über die Sonnen- u. Schattenseiten im Leben bei Berichterstattung unterrichtet zu werden...ich bin im Bilde und habe auch den Anstand nicht nur über Schönes zu berichten. Du hast hier die Frage verlauten lassen: „Warum sie nichts hat verlauten lassen“...
      Ich habe dir gesagt „wann“ ich von Spring´s Tod erfahren habe und ich werde den Teufel tun ohne vorheriger Rücksprache mit dem Frauchen u. ohne Kenntnisse der Gründe hier nur Spekulationen von mir zu geben. Davon mal abgesehen...Priorität hat vor der Öffentlichkeit nur Alina und der Verein und das war nunmal nicht FIN. Dieser wurde „direkt“ informiert u. bei Alina musste ich mich erst mal auf die Suche nach einem Dolmetscher machen. Leider hat sie es dann durch Lia erfahren und erst zwei Tage später hatte sie meine Nachricht erhalten. Natürlich war sie geschockt und auch sehr enttäuscht „so“ über ihren Tod zu erfahren: Und ja...ich habe meine nicht vorhandenen Englischkenntnisse verflucht. Mir wurde jedoch versichert das Alina verstanden hat...was mir sehr wichtig war...und jetzt habe ich mich genug geärgert.

      Ja...Spring ist tod. Sie ist am Freitag, den 28.09.18 um 15:00 Uhr in Frauchens Armen im Wohnzimmer friedlich eingeschlafen.

      Kurz nach Auffinden wurde von Spring im Welpenalter ein CT in RO gemacht. Ein erneutes CT kurz vor Ausreise nach D enthielt nur das Ergebnis: Querschnittslähmung
      Nach Springs erster Vorstellung beim Arzt hier in D erhielt ich die Nachricht über die Auswertung des zuletzt gemachten CT´s in RO – wie schon mitgeteilt -:
      Spastische Lähmung Hinterbeine mit versteiften Gelenken, Hüftluxation, Inkontinenz, von mehrfachen Brüchen beider Hinterbeine war die Rede...
      Wie letztens schon mitgeteilt wurden bei Spring gezielt Schmerzen ausgelöst mit dem Ergebnis das Spring nie querschnittsgelähmt war, permanent Schmerzempfinden ausgesetzt war und durch die nicht behandelte Hüftluxation in RO eine spastische Lähmung beider Hinterbeine erlitt die mit der Zeit die Folge von völliger Versteifung der Gelenke bzw. des Wirbelskörpers hatte.
      Jetzt kommt wieder das berühmte „hättehättehätte“...wäre Spring damals behandelt bzw. operiert worden, hätte sie wieder laufen können. Oder im schlimmsten Fall hätte sie nicht die Folgeschäden erlitten u. hätte zumindest im Rolli laufen können. Aber jetzt ist das müßig darüber nachzudenken.

      Die Vorstellung bei weiteren 2 Ärzten (oder auch Kliniken, ich weiß es nicht genau) besagte:

      Spring zeigt eine Durchtrittigkeit beider Carpalgelenke, eine Hyperreflexie der Vordergliedmaßen im Gang und ein Abklappen der Schultern nach lateral im Sitzen.
      In den Hintergliedmaßen zeigt die Hündin weder Geh- noch Stehfähigkeit.Sie sitzt mit runder Lendenwirbelsäule rechtsseitig auf der Kuppe.Die Hintergliedmaßen sind in gestreckter Haltung bis einschließlich der Zehen versteift.
      Eine Beugung der Gelenke ist aufgrund der Deformierung und Versteifung nicht möglich.
      Schmerzempfinden ist bis in die Zehen vorhanden!
      Es stellt sich eine hgr. Muskelatrophie dar. Der Schwanztonus ist deutlich herabgesetzt.
      Auf den Röntgenbilder aus Rumänien ist dargestellt:
      Subluxation des rechten Femurkopfes mit zusätzlich einer Subluxation des Caput ossis femoris und eine Impression des Acetabulums nach medial. Der Knochen ist entsprechend verwachsen.
      Es stellt sich eine Diastase im linken Iliosakralgelenk dar, der linke Hüftkopf sitzt tief in der Pfanne, ist eckig und plumb ausgebildet.
      Beide Oberschenkel zeigen eine ggr. Valgusstellung. An der rechten Hintergliedmaße steht die Tibia um 90° zum Femur verdreht, die Patella sitzt hoch dorsal. Das linke Knie ist nicht abgebildet.
      Verengungen LW 3-7, LW / S1 zeigt eine Stufenbildung mit Dachabsenkung.
      Diese multiplen und irreparablen Schäden am Bewegungs- und Nervenapparat führten drei Tierärzte zum Rat der Euthanasie.
      Liebe Grüße

      Kirsten & Arthur
      Oskar, Dingo, Jupp u. Gina im Herzen
    • Abgesehen von ihrem kaputten Körper war Spring ein junges, noch kein Jahr altes, versucht wildes Hundemädchen welches völlig wach im Kopf war. Sie war schlau...laut Frauchen sehr schlau, wunderschön, duldsam beim Waschen u. Pflegen, lebhaft und lernbegierig mit einem starken Schutztrieb ausgerüstet. Sie gierte nach allem Neuen und Unbekanntem...sie liebte ihren Garten...den Rasen unter ihrem Körper. Sie genoss es draußen zu sein u. saugte alles auf.
      Sie klaute für ihr Leben gern den Katzen ihr Futter u. hatte ein Grinsen im Gesicht wenn sie etwas gemopst hatte, dabei erwischt wurde und dann Schimpfe bekam. Natürlich hatte Frauchen mit Absicht ein Leckerchen auf den Stuhl – für Spring erreichbar – gelegt, um sie beim Klauen zu erwischen, um mit ihr zu Schimpfen...nur um ihr Grinsen zu sehen.
      Spring hatte schon in RO aufgrund ihrer Haltung Veränderungen/Schäden (s.o.) an Schultern, Vorderbeinen u. Wirbelsäule. Nachdem sie in D war veränderten/verschlimmerten sich diese Schäden noch weiter. Ich versuche es mal mit meinen Worten zu erklären:

      In RO hielt sie sich die meiste Zeit in einem beengten Zimmer mit mehreren Hunden auf. Sie bewegte sich so wie sie konnte u. Platz hatte. In D war auf einmal Platz u. da gab es viel zu sehen, kennenzulernen, aber vor allem viel Platz. Sie hat sich nat. mehr bewegt...wie gesagt, sie war gierig nach dem Leben. Aber das hatte auch die Folge der Mehrbelastung auf den Vorderkörper bzw. den ganzen Körper.
      Sie saß „immer“ auf der rechten Pobacke, Beine u. Rute waren immer nach links ausgestreckt/ausgerichtet. Die Wirbelsäule vom Po bis zum Nacken gingen in einem (man kann schon sagen) leichten S-Bogen zum Kopf, die Schulter, Vorderbeine u. Nacken waren nach rechts gedreht. Von hinten konnte man im Sitzen von einem S reden. Dazu kam noch...Spring hatte nochmal einen Schuss gemacht...sie war über 70 cm groß. Bei der Länge ihrer (leider nutzlosen) Hinterbeine konnte man schon von einem Meter sprechen.
      So gierig wie Spring alles aufsaugte u. je mehr sie erkunden konnte umso mehr wollte sie erkunden u. erleben. Ja...das wollte ihr Herz und ihr Kopf. Aber leider machte es ihr kaputter Körper nicht mit...nicht auf Dauer. Es gab keine Aussicht darauf je in einem Rolli die Welt zu erkunden. Dafür war es zu spät. Zu sehr war alles verwachsen u. verdreht. Ihre Vorderläufe hätten ihr Gewicht auf Dauer nicht ohne weitere Schäden tragen können. Von stützenden Orthesen wurde abgeraten...damit hätten die instabilen Schultern (bei der für Spring natürlichen Körperhaltung, in einem Rolli aber eine für sie unnatürliche Haltung) weitere Schäden weitergehend zu Nacken u. Wirbelsäule ausgelöst. Dazu kam ein erhöhtes Schmerzempfinden. Spring war ja nie querschnittsgelähmt und auch nie schmerz/gefühllos. Sie muss in der Zeit in RO einen ernorm hohen Schmerzpegel erreicht haben. Jedenfalls verstärkten sich ihre Schmerzen...jedes Hochheben u. Saubermachen/Abbrausen/Abtrocknen verursachte ihr mit der Zeit mehr Schmerzen und Unbehagen. Trotz alledem war sie immer lieb u. folgsam...sie half ihrem Frauchen sogar beim Aufheben. Weitergehend wurde auch das Fortbewegen/robben schwerer u. schmerzvoller für sie.
      Nach wie vor – Kopf u. Herz wollten – war Spring begierig auf alles, z.B. zum Spielen mit den Katzen. Aber immer mehr u. immer öfter verharrte sie schwerfällig u. konnte den Katzen nur sehnsüchtig hinterher schauen. Sie versuchte es nicht mehr...sie versuchte nicht mehr aus dem Fenster zu schauen um zu sehen warum da eine Autotüre geschlagen hatte. Sie schaute nur noch sehnsuchtsvoll...schaute ihrem Frauchen fragend u. bittend hinterher wenn sie das Haus verlies.

      Ja...ihr körperlicher Zustand hatte sich verschlechtert je mehr sie zu leben begann. Die Schmerzen nahmen zu und auch in ihrem Kopf hatte es Klick gemacht. Ich weiß nicht wie ich es erklären soll...ihr Frauchen konnte es...sie machte nicht nur einen schmerzleidenden Eindruck sondern auch einen resignierten Eindruck. Sie verstand immer mehr was ihr durch ihren Körper verwehrt wurde.

      Das alles u. noch so vieles mehr...der verschlechterte Zustand ihrer Gesundheit/ihres Körpers, die vermehrten Schmerzen, die Aussicht Spring´s Herzenswünsche (Rolli etc.) nie erfüllen zu können...irreparabel...eingesperrt im Haus vor allem im Winter wo Spring auch der Garten verwehrt blieb, die ersichtlich beginnende Resignation, das Begreifen Spring´s haben Andrea dazu bewogen sie von ihrem Leid zu erlösen. Und diesen Entschluss hat sie sich nicht leicht gemacht und auch nicht leichten Herzens ausgeführt. Ich zitiere ihren letzten Satz: „Ich liebe Spring und kann ihr Leid nicht mehr verantworten!“


      Ich bin froh nicht vor dieser Entscheidung gestanden zu haben, möchte es auch nie sein.
      Es ist nochmal etwas Anderes einem jungem Hund das Leben zu nehmen, eben weil es nicht mehr lebenswert u. von Schmerzen behaftet ist. Einem jungen Hund der eigentlich nie die Chance zu leben bekam, daran geschnüffelt hat u. dann mit noch mehr Leidensdruck behaftet wurde.

      Ich weiß nicht bei welchen Ärzten/Kliniken Andrea mit Spring war, ich war auch nicht 24 Stunden täglich bei ihr um all das mit anzusehen. Ich kenne jedoch ihre Ausführungen, ihre Erzählungen...Erzählungen Anderer wie z.B. des Spenders welcher mehrfach bei Spring zu Besuch war. Auch er war verliebt in Spring...aber er fragte sich immer wieder wie es weiter gehen sollte...ohne Aussicht auf ein Ziel.
      Ich persönlich denke, dass sich kein aussenstehender Mensch ein Urteil über diese Entscheidung erlauben kann. Keiner hat Spring hier in D erlebt. Ein jeder oder auch ich mögen vielleicht einiges anders gemacht haben, wer weiß...aber ich akzeptiere ihre Entscheidung und würde ihr nichts Schlechtes wie z.B. eine Ruckzuck-Euthanisierung ohne Hintergrund unterstellen.
      Wenn ich vom unheilbarem Leid u. Diagnostik von Ärzten meines Vertrauens überzeugt wäre würde ich meinen Hund, meinen Freund, erlösen. Und daran würde mich auch kein Mensch oder Verein hindern können. Geschweige denn würde ich noch auf Wunsch des Vereins zig Tierärzte konsultieren.

      Fakt ist...Spring war eine sehr kranke Hündin die schon viel Leid erfahren hat. Jeder Arzt hätte an ihr viel Geld verdienen können...auf Kosten von Spring. Auch wenn es sich hartherzig anhört – so ist es jedoch nicht gemeint, vielleicht wäre Spring besser in RO eingeschlafen.
      Andrea sieht es anders...sie ist froh Spring bei sich gehabt zu haben u. ist sich sicher das Spring wundervolle 6 Wochen bei Ihr hatte.

      Der letzte Teil des Textes mag sich jetzt für den ein oder anderen vermenschlicht anhören u. es mag auch der Verdacht aufkommen, dass Spring aus diesen Gründen eingeschläfert wurde...aber dem ist nicht so. Ich zitiere mal hier aus diesem Thread:

      Das, was mein Tier mir zeigt/sagt/mitteilt etc. ist doch auch wichtig!!!

      Ist jetzt ein bißchen lang geworden...aber ich hoffe, dass nun einige Zweifel ausgeräumt sind.
      Liebe Grüße

      Kirsten & Arthur
      Oskar, Dingo, Jupp u. Gina im Herzen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tuetue ()

    • Liebe Kirsten,

      ich habe eine Nacht darüber geschlafen, und Du selber hattest zu mir gesagt, dass Du bewusst nichts geschrieben hast, da Du genau diese "Konfrontation" vermeiden wolltest. Zu diesem Zeitpunkt war Spring schon über eine Woche nicht mehr am Leben... Wann sollten wir denn davon erfahren? Auch wenn Spring aus den von mir genannten Gründen kein FiN´chen war, lag sie uns trotzdem sehr am Herzen und haben mit nach einem Platz für sie gesucht...

      Und für mich bedeutet es schon heimlich, still und leise, wenn niemand vor dem endgültigen Entschluß Spring zu euthanasieren, darüber informiert wurde. Da kommen wir wieder zu dem "Vielleicht"...

      Ich habe Dir ganz genau zugehört, ruhig, mit unterdrückten Emotionen, ohne Vorwürfe... Trotzdem bleiben viele Fragen für mich unbeantwortet, bis heute...
      Nicht sehen bedeutet nicht, dass es nicht passiert - IGNORANZ TÖTET!!!

    • Lauf, liebe Spring, lauf mit dem Wind und lebe im Licht

      :kerze:


      Ich habe lange nichts geschrieben, weil ich einfach zu geschockt war. Geschockt und wütend, als ich es erfahren habe. Auch ich habe sie in Rumänien kennengelernt, ein lustiges, unglaublich lebensfrohes kleines Mädchen. Und gerade weil sie so lebensfroh war hatte ich mich unglaublich gefreut, dass sie nach Deutschland durfte und auf ein besseres Leben hier für sie gehofft. Dass es nach so kurzer Zeit zu Ende war hat mich deshalb zutiefst getroffen.

      Ob es wirklich die einzig mögliche Entscheidung war? Ich kann es nicht beurteilen. Aber ich finde es dennoch traurig, wie es kommuniziert wurde. So viele Menschen haben an ihrem Schicksal Anteil genommen. Es so zu erfahren war wie ein Schlag in den Bauch.

      Und ich frage mich seither, ob es vermeidbar gewesen wäre. Als Coco sie dort in Rumänien in den Rolli gesetzt hat, meinte ich gesehen zu haben, dass sie kurz ihr Hinterbein bewegt. Wir haben sie dann genau beobachtet und auch Coco meinte, dass sie vielleicht kurz mit dem Hinterbei zuckte. Wenn sie wirklich nicht querschnittsgelähmt war, hätte man damals noch irgendetwas tun können, um zu vermeiden, was nun geschehen ist? Vielleicht ist es müßig darüber nachzudenken, aber die Gedanken gehen mir nicht aus dem Kopf.

      Traurige Grüße
      Marianne
      "Wir haben nicht zwei Herzen – eins für die Tiere und eins für die Menschen. In der Gewaltausübung gegenüber ersteren und der Gewaltausübung gegen letztere gibt es keinen anderen Unterschied als derjenige des Opfers."
      Alphonse de Lamartine
    • :kerze:


      auch ich habe hier erstmal nichts geschrieben, weil ich wirklich fassungslos bin, nicht über die Tatsache, das Spring eingeschläfert wurde, sondern über die Kommentare. Ein jeder hätte die Möglichkeit gehabt, es besser zu machen und keiner hat mit ihr gelebt ...

      Und ehrlich, wenn ich diese schwere Entscheidung hätte treffen müssen, dann käme es mir auch nicht in den Sinn andere als die direkt involvierten Menschen zu informieren - auch nicht die Vorsitzende eines Vereins, der den Hund nicht an mich vermittelt hat oder Mitglieder eines Forums ...

      Es gebietet der Respekt, Zeit zum Trauern zu gewähren :weinen: