Der Weihnachtsmann berichtet für Boguszyce

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    • alles gut. Bin leider ein Migränepatient.....

      Die Aktion steht bei

      189,55 Euro

      Ich werde gleich mit Max laufen und danach mich hinsetzen und den ersten Teil der Weihnachtsmannbegegnung aufschreiben.

      LG
      Dagmar
      Weihnachtsaktion für die Hunde von Boguszyce

      ebay.de/sch/m.html?item=222676…&_ssn=nasenbar1965&_sop=1

      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."


    • Nessi schrieb:

      Der Weihnachtsmann berichtet für Boguszyce

      Teil 1

      Heute ist mein großer Tag und ich darf den Weihnachtsmann interviewen. Endlich darf ich den Mann kennenlernen, den wir alle schon als Kinder geliebt haben. Stolz bin ich. Bin ich doch die erste Reporterin, die mit diesen Mann reden kann. Von Angesicht zu Angesicht. Er hat zugestimmt, sich mit mir zu unterhalten, für die Hunde von Boguszyce.

      Lange stand ich vor dem Kleiderschrank und wusste nicht was ich anziehen sollte. Was trägt man wenn man sich mit dem Weihnachtsmann trifft? Ich entschied mich für eine schwarze Stoffhose und einen cremefarbenen Pullover. Ein kräftiges kaminrotes Halstuch. Schwarze Stiefeletten.

      Aufgeregt bin ich.
      Langsam fahre ich die lange Auffahrt entlang. Die Adresse bekam ich von ihm. Wie soll ich ihn anreden? Erwartet er, dass ich einen Knicks mache?

      Alle diese Frage gehen mir durch den Kopf, als ich vor einem großen roten Haus halte. Meine Hände sind schweissnass. Ich steige aus und gehe die paar Stufen hoch bis zur Eingangstür. Keine Klingel, aber ein großer Türkopfer. Ich atme noch einmal tief durch und betätige ihn. Ein schweres Kopfen dringt zu mir durch die Tür. Es dauert einen Moment. Dann höre ich Schritte. Die Tür wird aufgezogen und vor mir steht ein großer, ja sehr großer Mann mit schneeweißem Haar und einem großen weißen Bart. Eine Nickelbrille auf seiner Nase. Er trägt eine rote Hose, Pantoffeln und ein kariertes Hemd. Er sieht original aus. Genauso wie sich jeder den Weihnachtsmann vorgestellt hat.

      „Du musst Nessi sein.“ werde ich freundlich begrüßt. Ich hingegen bekomme kein Wort heraus.

      „Komm rein. Es fängt gleich an zu regnen. Und du möchtest doch nicht völlig nass werden.“ Mit diesen Worten tritt er einen Schritt zur Seite und lässt mich durch die Türe gehen.Ich betrete eine große Halle. Obwohl Weihnachten noch in weiter Ferne liegt, ist hier alles weihnachtlich geschmückt. Tannenzweige, Girlanden, Kerzen und jede Menge Lichter lassen die Halle in ein warmes Licht tauchen. Neben mir steht der Weihnachtsmann und ich bin sofort in Weihnachtsstimmung.

      „Komm mit.“ fordert er mich auf. „Pinky hat für uns Tee gemacht.“

      „Pinky?“ frage ich.

      „Ja, das ist der Oberwichtel.“ erklärt er mir und führt mich in ein kleines Zimmer. Mit großen Augen schaue ich mich um. Es ist eine Art Büro mit einem offenen Kamin wo gerade ein heimeliges Feuer brennt. Zwei dicke Ohrensessel stehen um einen kleinen Tisch. Hier muss Charles Dickens seine Bücher geschrieben haben, schießt es mit durch den Kopf. Genauso stellt man sich es sich vor.

      „Nimm Platz. Du hast sicher eine Menge Fragen.“

      „Äh, ja. Ich. Nein. Ich weiß nicht.“ fange ich an zu stottern. Alle Fragen, die ich mir vorher zurecht gelegt habe sind aus meinem Kopf verschwunden.

      „Keine Angst,“ schmunzelt der Weihnachtsmann. „Hier ist noch niemand gefressen worden.“

      „Naja, ich bin ja auch der erste der dich, äh Sie besuchen darf.“ kommt als Antwort aus meinem Mund zurück, ohne dass ich mir vorher Gedanken gemacht habe.

      „Stimmt auch wieder. Aber ich habe auch nicht vor meinen ersten Besucher zu fressen. Entspann dich. Und keiner siezt den Weihnachtsmann. Nenn mich einfach Santa. Trink einen Schluck vom Tee. Pinky´s Honigtee ist einfach köstlich.

      Das tue ich und merke sogleich, dass ich mich entspanne.

      „Ich möchte mich als erstes Bedanken, dass du mich zu Dir eingeladen hast. Das ist eine große Ehre für mich. Ja, ich habe viele Frage. Jeder hätte viele Frage, wenn er mit dem Weihnachtsmann sprechen könnte.“ fange ich an zu reden.

      „Oh, mich haben schon ganz viele Menschen gesehen und mit mir geredet. In der Heiligen Nacht, wenn ich zu den Leuten gehe. Du glaubst doch nicht, dass es kein Mensch mitbekommen würde, wenn ich in der Nacht durch die Häuser schleiche.“

      Verwundert schaue ich ihn an. „Es gibt kaum eine Menschen, der an dich glaubt. Ja, kleine Kinder.Die schon. Wenn du mit so vielen Menschen geredet hast, wieso weiß das kein Mensch mehr? Wieso glaubt man nicht dass es dich gibt?“

      „Das ist einfach. Immer wenn ich auf Menschen treffe und mit Ihnen rede, bekommen sie von mir eine Prise Vergessensstaub in die Augen gestreut. Deshalb kann sich kein Mensch daran erinnern, dass er mich gesehen und mit mir geredet hat. Ich weiß dass viele Menschen sagen, dass es mich nicht gibt, aber ganz in ihrem tiefen Herzen ist da doch ein kleine Fünkchen Zweifel, ob es mich nicht vielleicht doch geben könnte. Dies ist der Staub. Tief im Unterbewußtsein weiß jeder Mensch, dass es mich doch gibt.“ erklärt mir Santa.

      Ich lächel ihn an. „Das heißt dann auch, dass du viele Erlebnisse hast in der Heiligen Nacht.“

      „Oh ja. Es gibt schöne, traurige, berührende, lustige und auch schöne Erlebnisse. Und davon möchte ich dir erzählen………..“
      Weihnachtsaktion für die Hunde von Boguszyce

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      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."

    • ....vor einer Stunde haben wir die 200 Euro Marke geknackt. Ich habe mich also hingesetzt und schreibe gerade am 2. Teil der Geschichte und schau gerade nochmal ins Ebay

      =O =O =O

      jemand, den ich nicht kenne, hat ordentlich rumgemischt und nun steht der Topf bei

      243,41 Euro

      :dance2: :dance2: :dance2:

      und während ich diese paar Zeilen geschrieben habe steht der Top schon auf

      257,74 Euro

      der Nicname sagt mir nichts....

      LG
      Dagmar
      Weihnachtsaktion für die Hunde von Boguszyce

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      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."

    • Teil 2

      Ich schaue Santa an.

      „Welches Erlebnis hat dich denn am meisten berührt?“ frage ich ihn.

      „Oh, da brauche ich nicht lange nachdenken.“ antwortet er mir und sein Blick rutscht in weiter Ferne.

      „Vor nicht allzu langer Zeit, lernte ich ein kleines Mädchen kennen. Sie und ihre Mutter sind Menschen, die mich am meisten berührt haben. Aber ich erzähle am besten ganz von vorn….:

      Ich fuhr mit meinen Rentieren durch die Heilige Nacht. Es war bitter kalt. Bislang gab es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse. Es war ruhig. Als ich plötzlich an einem Haus kam, dass im Dunkeln lag. Ich wunderte mich. Wusste ich doch, dass dort ein kleines Mädchen von ca 8 Jahren und ihre Mutter eigentlich Weihnachten feiern wollten. Aber keine Kerze, keine Lichter, kein Tannenbaum schmückte das Haus. Na, vielleicht sind sie noch unterwegs, dachte ich und schlüpfte durch den Kamin ins Wohnzimmer.Und landete direkt vor einem kleinen Mädchen, das im Dunkeln auf der Couch lag und einen kleinen Hund streichelte. Auf der Couch, auf der Couchlehne, auf dem Sessel undauf dem Teppich lagen und saßen kleine und größere Hunde, die mich sofort wachsam beäugten.

      „Oh,“ entfuhr es mir. „Du musst Isabell sein.“

      Das Mädchen schaute mich mit großen Augen an. „Ja.“ antwortete sie leise. „Wer bist du?“

      „Kannst du dir das nicht denken? Ich bin der Weihnachtsmann. Aber warum sitzt du hier im Dunkeln? Warum ist hier nicht geschmückt und warum steht hier kein Tannenbaum?“ wunderte ich mich.

      „Ich warte auf meine Mama. Die musste leider nochmal weg. Eben hat sie angerufen das sie in zwei Stunden daheim sein wird. Dann ist es zu spät noch alles zu schmücken und Essen zu machen. Wir werden morgen Weihnachten nachfeiern. Ich dachte mir, dass ich hier im Wohnzimmer auf sie warte und habe gar nicht gemerkt, dass es schon dunkel geworden ist “

      „Weihnachten feiert man nicht nach,“ sagte ich, „Wieso hat sie dich denn ganz allein gelassen?“ Ich muss gestehen, dass ich ein klein wenig böse auf ihre Mutter wurde. Ein kleines Mädchen lässt man nicht am Heiligen Abend allein im Dunkeln sitzen.

      „Nein, nein. Das ist o.k.“ sagte das kleine Mädchen schnell. „Eigentlich wollten wir heute Abend alles schön schmücken und gemeinsam essen und dann mit den Hunden einen schönen gemütlich Abend haben. Wir wollten Weihnachtslieder singen und Mama wollte mir die Weihnachtsgeschichte vorlesen.“

      „Ja, aber warum hat sie denn den Plan geändert und dich allein gelassen?“

      „Sie hat einen Anruf bekommen. Jemand hat einen kleinen Welpen im Straßengraben gefunden. Da ist sie hingefahren. Der Welpe war völlig unterkühlt und meine Mama hat einen Tierarzt oder Tierklinik gesucht, die ihm helfen kann. Aber sie musste weit fahren. Dem Welpen ging es gar nicht gut. Aber jetzt geht es ihm besser und meine Mama fährt mit ihm nach Hause. Aber das wird zwei Stunden dauern. Die Straßen sind glatt.“

      „Oh,“ meinte ich. Ich hatte die Situation völlig falsch eingeschätzt. Die Mutter wollte helfen. Und ihr kleines Mädchen hatte Verständnis dafür und freute sich auf den kleinen neuen Mitbewohner.

      „Gut,“ sagte ich, „aber Weihnachten wird trotzdem nicht nachgefeiert. Da werden wir ein klein wenig helfen." Ich rief: Onkey, Onkey, Dong.

      „Onkey, Onkey, Dong?“ unterbrach ich nun den Weihnachtsmann. „Was bedeutet das?“

      „Ach, das ist nur der Ruf, wenn ich Hilfe von meinen Wichteln und Renntieren brauche. Wir brauchten etwas, was niemand aus Versehen rufen würde. Nicht dass er plötzlich von Wichteln und Renntieren umzingelt wäre.“ lächelte mich der Weihnachtsmann an.

      Ich rief also Onkey, Onkey, Dong und schon standen meine Wichtel und meine Renntiere im Wohnzimmer. Die Hunde machten ganz große Augen, bleiben aber lieb liegen. Nur ein kleiner Strubbelkopf sprang auf meinen Schoß. Ich verteilte die Aufgaben an meine Wichtel und sie machten sich gleich an die Arbeit. Den Renntieren gab ich den Befehl, dass sie die Mutter sicher nach Hause geleiten sollen.

      Meine Wichtel machten eine tolle Arbeit und das Wohnzimmer wurde ganz festlich geschmückt. Ich ging mit Isabell in die Küche und wir bereiteten das Essen vor. Innerhalb von anderthalb Stunden waren wir fertig. Das Wohnzimmer sah toll aus. Überall standen Kerzen, Weihnachtszweige, Mistelzweige und Lichterketten. Der Tannenbaum strahlte in Rot und Gold. Der Tisch war gedeckt und die Kerzen brannten. Schnell schickte ich die Wichtel wieder nach Hause und verteilte noch die Geschenke unter den Weihnachtsbaum.

      „Du hast gar keine Wünsche für dich aufgeschrieben,“ sagte ich zu Isabell. Die lächelte nur und sagte, „ich habe mir einen Welpen gewünscht…..“

      Dann hörte ich ein Auto auf die Einfahrt fahren. Schnell streute ich Isabell noch den Vergessensstaub in die Augen und verschwand durch den Kamin. Später bin ich nochmal an dem Haus vorbeigefahren und sah durch das Fenster. Isabell und ihre Mutter saßen glücklich auf der couch. Die Mutter ein großes Buch auf dem Schoß und las ihrer Tochter etwas vor und Isabell mit einem kleinen Welpen auf dem Schoß.

      Ich schaute Santa an. „Ja, diese Geschichte berührt einen wirklich“ und nahm noch einen Schluck Tee.

      „Aber es gibt auch lustige Geschichten. Auch davon werde ich dir erzählen………“
      Weihnachtsaktion für die Hunde von Boguszyce

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      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nessi ()

    • Nessi, gut , dass du wieder wohlauf bist!

      Deine Santa-Geschichte ist eine sehr schöne Exposition (Auftakt!) :oi: Aber sie bricht dort ab, wo es gerade interessant wird........ wo ist der Rest? :compi-girl: :treppe:

      Beim Bücherstöbern bin ich bereits mehrfach überboten worden.
      Nachtrag: die Frage hat sich von selbst beantwortet durch Überschneidung der posts.... danke Nessi für einen herzergreifenden Teil 2 <3 .

      Schick den Santa auch mal zu mir; ich habe noch sehr viele Haushaltsarbeiten zu verrichten!
      Es grüßt
      Donnas Spaziertante (Elisabeth)
    • die Geschichten sind nicht vorgeschrieben. Ich schreibe die Geschichten erst wenn die Hunderter Marken erreicht wurden. Der nächste Teil also bei 300,00 Euro

      Ich kann nicht vorschreiben. Das wird dann nichts. D.h. erst wenn die 300 Euro überschritten wurde setze ich mich hin und schreibe. Ich habe jetzt auch noch keine Vorstellung was und wie der nächste Teil aussehen wird.

      Deshalb dauert er immer ein wenig.

      LG
      Dagmar
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      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."


    • Nessi schrieb:

      Teil 3


      Santa fing an zu lächeln. Die Tür geht auf und ein kleines Männchen mit roten Hosen und einem grünen Hemd kommt mit einem Tablett herein.

      „Darf ich vorstellen, dass ist Pinky.“stellt Santa den kleinen Mann vor. „Mein Oberwichtel.“

      Pinky schaut mich an und ein Grinsen erscheint auf seinem Gesicht. „Ich bringe euch noch ein wenig Tee und ein bisschen Gebäck. Fehlt euch noch was?“

      „Nein danke, Pinky. Ich musste gerade an Dennis denken.“ schmunzelt der Weihnachtmann.

      „Oh, an den kleinen verwöhnten Blitz, dem du gezeigt hast, was Weihnachten bedeutet?“ erkundigt sich Pinky und sein dicker Bauch fing an zu wackeln als er anfängt zu lachen. „Ja, das war gut.“

      „Wer ist Dennis?“ wollte ich wissen.

      „Ein kleiner 11 jähriger Junge, der Weihnachten nicht so schnell vergessen wird.“ antwortete Pinky.

      „Das war erst im letzten Jahr. Wie immer in der Heiligen Nacht. Ich flog wieder durch die Nacht und dachte schon, dieses Jahr würde alles ganz ruhig bleiben, als ich in den Kamin von Dennis Haus rutschte. Das war Schwerstarbeit. Der Knabe sollte an die 20 Pakete bekommen.Im Wohnzimmer angekommen saß Dennis auf der Couch. Im Schneidersitz, die Arme vor der Brust verschränkt.

      „Na endlich,“ maulte er mich an. „Ich dachte schon, du kommst dieses Jahr nicht. Ich sitze hier schon seit Stunden und warte, dass du mir endlich die Sachen bringst, die meine Mutter online bestellt hat. Ich muss sagen, die von DHL und Hermes sind einfach schneller als du. Voll die lahme Krücke bist du. Das ganze Zeugs hättest du bestimmt schneller herschaffen können.“

      Ich dachte, ich höre nicht richtig. Da kommt der Weihnachtsmann und muss sich von einem 11 jährigen Knips anbrüllen lassen.

      „Du weißt aber schon wer ich bin, oder?“ erkundigte ich mich trotzdem nochmal.

      „Ja klar, du bist der Kerl, der an Weihnachten die Kinder einschüchtert und ansonsten besoffen unter einer Brücke schläft.“ trotzig hob er das Kinn. „ Nun mach schon, ich will mein Iphone endlich haben. Musste ja schon 3 Wochen warten, weil meine Mutter meinte, ich kann so ein Geschenk erst an Weihnachten bekommen.“

      „Du irrst, kleiner Knabe. Ich schlafe nicht unter einer Brücke und ich schüchtere auch keine Kinder ein. Außer sie sind arrogant wie du. Und weißt du was ich noch kann? Ich kann dafür sorgen, dass dein neuer Fussball aus Leder platt wie eine Flunder ist. Und das dein neues Wi-Spiel nur eine Geschichte von Schneewittchen erzählen kann."

      Ich stellte mich direkt vor Dennis auf, bückte mich zu ihm herunter und schaute ihm direkt ins Gesicht. Ich war so nah, dass sich unsere Nasen fast berührten.

      „Und weißt du was ich noch kann? Ich kann dafür sorgen, dass dein neues Iphone nur das Ave maria als Klingelton hat.“

      Dennis schaute mich mit großen Augen an. „Das wagst du nicht. Meinem Vater gehört die große Sägefabrik hier im Ort. Er hat großen Einfluss und er würde dafür sorgen, dass du nie wieder eine Arbeit als Weihnachtmann bekommen würdest.“

      „Ich kenne deinen Vater sehr gut. Als er ein Kind war, haben wir uns auch unterhalten. Er ist ein anständiger und gerechter Mann und wahrscheinlich der normalste Mensch in diesem Haus. Er ist enttäuscht über seinen einzigen Sohn, der nur Konsum, Konsum, Konsum im Kopf hat. Das ist dein drittes Iphone innerhalb von zwei Jahren. Du hast 10 neue Lederfussbälle im Schrank, mit denen du noch nie gespielt hast. Aber er weiß nicht, wie er dies ändern kann, wie er dich ändern kann. Aber ich weiß es.“

      Mit diesen Worten richtete ich mich auf und rief Onkey, Onkey, Dong und meine Wichtel und meine Rentiere waren bei mir.

      „Packt ihn ein. Er braucht ein Lektion.“ wies ich meine Wichtel an.

      „Wird das jetzt so eine Geschichte wie die von dem Dückens?“ rief er, als die Wichtel ihn packten.

      „Dickens, Kleiner. Der gute Mann hieß Dickens. Und nein, so eine Geschichte wird es nicht. Ich will dir nur etwas zeigen. Was Weihnachten wirklich bedeutet.“

      Dennis wurde in den Rentierwagen gesetzt und wir fuhren davon. Nicht weit. Das was ich ihm zeigen wollte, war ganz in der Nähe.

      An einem Haus machten wir halt und schauten durch das Fenster. Dort sahen wir eine Familie, Vater, Mutter, einen Sohn und eine Tochter. Beide so 10 und 12 Jahre alt. Das Haus war spärlich eingerichtet. Der Vater versuchte seit Wochen eine neue Arbeit zu finden, nachdem sein Arbeitgeber die Fabrik schließen musste, in der er über 20 Jahre beschäftigt war. Die Kinder saßen um einen kleinen Weihnachtsbaum und die Eltern holten die Geschenke. Eins für den Sohn und eins für die Tochter.

      „Bekommen die beiden bloß ein Geschenk?“ fragte Dennis.

      „Ja, mehr können sich die Eltern nicht leisten.“

      Man hörte sehr gut was drinnen gesprochen wurde und wir hörten was die Eltern den Kindern gerade sagte: „ Lieber Stefan, wir wissen, dass du dir so sehr einen Lederfussball gewünscht hast, aber dafür hat das Geld leider nicht gereicht. Aber mit dem Ball kannst du auch wunderbar spielen.“

      Der Sohn nahm sein Geschenk und packte einen Fussball aus Plastik aus.

      „Der sieht prima aus,“ freute er sich.

      „Jenny, und du hast dir eine Puppe gewünscht, leider hat das Geld dafür auch nicht gereicht. Aber ich habe dir eine Puppe gehäkelt."

      Die Tochter packte die Puppe aus und freut sich unbändig. „Sie ist toll,“ und schlang ihre dünnen Arme um den Hals der Mutter.

      „Freuen die beiden sich wirklich?“ fragte Dennis.

      „Ja. Die beiden wollen gar keine großen Geschenke. Sie freuen sich, dass die Familie beisammen ist.“ erwiderte ich.

      Und dann schauten wir wieder durch Fenster und sahen, wie glücklich die Familie war. Sie sangen und spielten, sie lachten und kuschelten miteinander.

      „Das ist Weihnachten. Zeit für einander zu haben. Glücklich zu sein.“

      Dennis schaute nun doch ein wenig beschämt zu Boden.

      „O.k., ich hab es verstanden.“ meinte er leise.

      Ich merkte ihm an, dass er wirklich verstanden hatte und wir gingen wieder zum Wagen. Er setzte sich auf seinen Platz und wir fuhren wieder zu ihm nach Hause.

      Als wir wieder in seinem Wohnzimmer waren, wollte ich ihm gerade den Vergessensstaub in die Augen pusten, als er mich ansah. „Fährst du nochmal zu der Familie? Du könntest meinen neuen Lederfussball mitnehmen. Stefan würde sich bestimmt darüber freuen. Und ich werde mit meinen Vater sprechen. Er hatte erst gestern gesagt, dass er einen neuen Meister braucht, weil der jetzige in Rente gehen wird. Vielleicht wäre das etwas für Jennys Vater. Eine Puppe habe ich leider nicht für sie.“

      Stolz sah ich ihn an. Er hatte seine Lektion gelernt. Ich lächelte ihn an, pustete ihm den Staub in die Augen und sagte: „Du bist genau wie dein Vater. Auch ihm musste ich erst den Weg weisen.“


      Santa lehnte sich in seinen Sessel zurück.

      „Das war schön,“ sagte ich ihm.

      „Ja, aber ich will dir doch noch eine lustige Geschichte erzählen. Lass uns eine Pause machen. Ich zeige dir das Haus und dann erzähle ich dir etwas lustiges……
      Weihnachtsaktion für die Hunde von Boguszyce

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      "Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,
      um sich von den Menschen zu erholen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nessi ()

    • soooo eine schöne Geschichte. *tränchenwegwische*
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      "Lasst uns nicht um Schutz vor Gefahren beten, sondern um Furchtlosigkeit, wenn sie uns begegnen"(Rabindranath Tagor)
      "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht" (V. Havel)