16 Jahre = 5.820 Tage = 140.000 Stunden...

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    • “Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.”
      Christian Morgenstern

      Meine lieben Freunde,
      heute möchte ich euch mein Zuhause zeigen, denn ich habe mich gefragt: Was heißt es eigentlich, irgendwo daheim zu sein?
      Ist Daheim ein Ort, oder sind es Freunde? Muss man dort schon lange sein, um sich daheim zu fühlen?
      Ich hatte einmal einen Platz, wo ich lebte, sehr lange sogar. Ich stand in einem Stall, er war dunkel. Und ich war angebunden.
      Das heißt, ich konnte nicht einfach umziehen, selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich stand dort viele Jahre und gehörte einem Mann, der auch noch andere Kühe hatte.
      Doch zuletzt war nur noch ich übrig. Und immer noch stand ich an meinem Platz im dunklen Stall, angebunden.
      Ich kannte es nicht anders, und es war der Platz, wo ich lebte, wo es Futter und Wasser gab und ein Dach über dem Kopf. Aber oft fragte ich mich, wie wohl Kühe an anderen Orten leben.
      Dann wurde ich losgebunden und kam hierher, zu meinen lieben Menschen- und Kuhfreunden.
      Aber es gibt noch mehr! Schaut euch diese tolle Weide an, den Himmel! Da rechts ist mein Stall und hinten in der Mitte seht ihr etwas sehr Besonderes: den Schubberbaum! An ihm kann ich mich kratzen, wenn es mich juckt und gerade niemand mit einer Bürste (Mensch) oder einer Zunge (Kuh) Zeit für mich hat. Ein Schubberbaum ist ein Muss in jedem gute Zuhause!
      Ja, ich habe nun ein Zuhause, nicht nur einen Platz zum Leben. Ich bin hier noch nicht lange, aber es fühlt sich richtig gut an, ich habe Freunde, und was ganz wichtig ist: Ich habe alles, was ich brauche, denn ich werde verstanden. Das bedeutet daheim sein für mich.
      Philo-sophische Grüße von eurer Miss Sophie.

      Lieben Gruß, Astrid


      astridweber-fotografie.de/
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      “Wenn ein Wunder auf der Welt geschieht, geschieht's durch liebevolle, treue Herzen.”

      Johann Wolfgang von Goethe

      Meine lieben Freunde,

      in den letzten Tagen habe ich viel über Wunder nachgedacht. Was ist ein Wunder? Nun, ich denke, wenn etwas geschieht, das man nach langer Zeit nicht mehr erwartet, ist das ein Wunder.
      Mein Wunder geschah, als ich schon 16 Jahre alt war und schon lange nicht mehr an Wunder glaubte.
      Doch dann kamen liebe Menschen – zuerst eine Kuh-Ärztin, die Mitleid mit mir hatte, dann holten mich Menschen mit einem großen Herzen für Kühe zu sich und taten mir soviel Gutes, dass ich mich wieder ganz jung fühlte.

      Apropos jung: Da ist doch bei Ilvy, die ganz in der Nähe lebt und auch eine Lebenskuh ist, auch ein Wunder geschehen!
      Niemand hatte es erwartet, sie hat es gut versteckt, das doppelte Wunder.
      Und dann lagen sie plötzlich auf der Weide: ihre beiden kleinen Jungs!
      Nun ist ihr Herz voller Freude und sie kümmert sich liebevoll um ihre Kleinen.
      Ich hatte dieses Glück nie, aber ich freue mich sehr für Mama Ilvy, und ich fühle mich ein bisschen, als hätte ich sozusagen kleine Enkelkälbchen bekommen.
      Oder bin ich dann ihre Großtante? Egal! Sie gehören zur Lebenskühe- Familienherde!
      Das Leben ist voller Wunder, denkt daran! Und sie kommen, wenn man sie am Wenigsten erwartet!

      Philo-Sophische Grüße von eurer Miss Sophie.

      Foto: Irina Jenner
      Lieben Gruß, Astrid


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