Brick, Ex-Ecarisaj Box 65, älterer gestromter Rüde, mittelgroß, misstrauisch und ängstlich, geb. 2006, Pension (Paul)

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    • Hallo Michi,

      schaue jeden Tag im Forum nach Brick, aber seit einem Monat nichts NEUES!!!!
      Hatte ja angeboten Phoenix zu nehmen, aber der soll ja zu Coco......

      Fragt doch mal Carmen ob er sich mit Linutza / ist jetzt genau 6 Wochen bei mir / verstehen wird....... wenn das passen würde kann er zu uns kommen. Vieleicht klappt es ja......
      Ach übrigens merci vielmals für die TASSO Marke......und schickst du mir den Gurt noch

      Liebe Grüsse von petra und Linutza
      Petra mit Linutza, Didi Strupp, Klein Ziva und die hübsche Lola
    • Ups, sorry Petra, Deinen Post lese ich jetzt erst. Einfach auch eine Mail schicken, wenn ihr spezielle Fragen habt, dann geht das hier nicht unter :) .

      Wegen dem Gurt gebe ich Gudrun bescheid!

      Zu Brick gibt es nicht viel Neues zu sagen, er ist nach wie vor sehr sehr ängstlich, so dass wir ihn mit unserer Anwesenheit auch nicht zu sehr stressen wollten.

      Nicht sehen bedeutet nicht, dass es nicht passiert - IGNORANZ TÖTET!!!

    • Freu mich für Brick, er schaut schon ganz anders aus wie vorher, irgentwie zufriedener aber auch traurig.
      Drücke die Daumen, das der Lenbensmut noch lange bestehen bleibt und er doch noch eine Chance bekommt einem lieben Menschen zu trauen, zu finden der ihn liebt.
      Das neue Bild ist super - sieht richtig schön aus - und ist auch viel ansprechender -

      Brick, Kopf hoch auch du bekommt noch ein schönes Zuhause, wir drücken ganz fest die Daumen

      petra und Linutza
      Petra mit Linutza, Didi Strupp, Klein Ziva und die hübsche Lola
    • Atichen&Co schrieb:

      Sie glaubt, dass Brick wahrscheinlich niemals Kontakt zu Menschen hatte
      und überlegt ihn ins Haus zu nehmen.
      Aber ist es dann sinnvoll, ihn mit ins Haus zu nehmen?

      Hier bei uns gibt es ja viele wildgeborene, ältere Katzen...da käme auch niemand auf die Idee, sie ins Haus zu holen und sie dadurch zu zwingen, eine zutrauliche Hauskatze zu werden. Für solche Katzen werden in der Regel Reit - oder Bauernhöfe gesucht, wo man die Tiere gut versorgt, sie aber ihr Leben leben können.
      Ich bin überzeugt, daß das Gleiche für ältere, wildgeborene Hunde gilt. Nur, da es so etwas in Deutschland nicht gibt, können wir uns dies oft nicht vorstellen.
      Außerdem meine ich gelesen zu haben, daß Ana nur eine ganz kleine Wohnung hat, in der schon viele Hunde leben, nicht der ideale Platz für einen Hund, der die Menschen lieber auf Abstand halten möchte.
      Sicher sollte man jedem Hund die Möglichkeit geben, Menschen zu vertrauen und mit im Haus zu leben, also das, was wir unter einem normalen Hundeleben verstehen.
      Aber Hunde wie Brick, die schon älter sind und vielleicht nie Kontakt zu Menschen hatten, haben sicher eine andere Vorstellung von einem normalen Hundeleben.

      Ich bin der Meinung, wir müssen Hunden nicht immer unsere Vorstellung von einem glücklichen Leben aufzwingen, sondern mal genauer "nachfragen", was sich der jeweilige Hund unter einem glücklichen Leben vorstellt.
      Wichtig finde ich in erster Linie, daß der Hund gut versorgt ist und in einem geschützten und artgerechten Umfeld leben kann. (gilt eigentlich für alle Tiere)

      Sidney z.B. hat im Haus keinerlei Fortschritte gemacht und viel schlimmer, er hat sich dort total unwohl gefühlt. Jetzt, wo er draußen ist, gibt es Videos, wo er mit einer Hündin spielt. So ausgelassen hätte er sich im Haus, immer in der "Zwangsnähe" zu Menschen, nie gezeigt.

      Wie gesagt, man sollte einem Hund immer die Möglichkeit geben, dem Menschen zu vertrauen und daran auch auf positive Weise arbeiten, aber er sollte auch die Möglichkeit haben, dies selber zu entscheiden und vor allem, dem Menschen ausweichen zu können, und das ist in so einer kleinen Wohnung nicht möglich.
      Und wieder mein Lieblingszitat von Sanny 8 : "Hunde brauchen uns Menschen nicht unbedingt zum glücklich sein"!

      Müssen wir die Hunde immer dazu zwingen, so zu sein, wie wir uns das vorstellen?
      Ich habe Asperger-Syndrom...mein Leben lang muss ich mich verstellen und so funktionieren, wie es die anderen von mir erwarten...und das ist verdammt anstrengend, zumal ich sowieso total Probleme mit Menschen habe. Ich möchte einfach nur authentisch sein, aber dann wäre ich null akzeptiert in unserer Gesellschaft.

      Deshalb finde ich es wahrscheinlich auch so furchtbar, was den Hunden heutzutage in unserer Gesellschaft angetan wird.
      Ein Hund darf doch gar nicht mehr Hund sein, er muss funktionieren. Gerade die Hunde, die jahrelang ein autarkes Leben auf der Straße geführt haben (was sicherlich nicht unbedingt schön war), muß man ihnen noch unsere ganze Zivilisation aufzwingen?.......damit sie vermittlungsfähig werden?......warum entlaufen denn so viele Auslandshunde? Es sind auch nicht immer nur Angsthunde, die weglaufen. Hunde, die jahrelang frei auf der Straße gelebt haben sind nun mal anders, als Hunde, die von klein auf im Haus mit Menschen aufwachsen, das wird leider immer wieder unterschätzt.
      Die meisten Menschen, die einen Auslandshund adoptieren, erwarten ganz selbstverständlich, daß dieser ganau so funktioniert, wie ein typisch deutscher Hund...je nach Vorleben des Hundes ist dem aber nicht immer so!
      Ich mag dieses ganze "Hund entlaufen - Hund tot gefunden" nicht mehr lesen.

      Sorry, ist jetzt ein ganzer Roman geworden, aber das musste mal raus, auch, wenn viele hier das anders sehen und ich mich mal wieder unbeliebt mache.
      Lasst die Hunde doch einfach nur mal ein bisschen sich selber sein und akzeptiert das, wenn sie halt nichts mit Menschen zu tun haben wollen.
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

      es liegt wie ein Schatten über allem, und er kann sich nicht mehr unbefangen freuen. "

      Albert Schweitzer
    • Ich finde Deinen Beitrag sehr gut und denke mittlerweile auch so...

      Wenn ich könnte, würde ich mir genau so einen Hund holen und ihn einfach draußen lassen, ihm eine
      schöne Hundehütte hinstellen... Und wenn er Lust hätte, könnte er auch reinkommen.

      Da ich aber noch vollzeit berufstätig bin, funktioniert das leider noch nicht. Vielleicht später.

      LG Conny
      Fürchte dich nicht vor Veränderung, eher vor dem Stillstand. (Laotse 6. Jh. v. Chr., chinesischer Philosoph)
    • Was würde man für Chancen vergeben, wenn man den Hunden nichts anbietet?

      Eine Pension, in der man probieren kann, ob der Hund sich an das Haus und an den Menschen gewöhnen kann, die aber auch die Möglichkeit bietet, den Hund in Ruhe zu lassen, wenn er Überforderung zeigt und ihn evtl sogar ganz in Ruhe zu lassen, ist doch ein Traum für das Training mit Angsthunden.

      Alma und Agathe und andere haben bewiesen, dass es sich lohnt, die Hunde nicht sich selbst zu überlassen, sondern mit ihnen zu arbeiten.

      Das Entlaufen hat ganz andere Ursachen- Kulturschock und mangelnde Sicherung und Eingewöhnung- dafür muss der Hund kein Angsthund sein.

      Ich habe ein Video von Brick im Training gesehen. Das Training gefällt mir nicht wirklich gut- too much. Schade, dass sie nicht mit dem Clicker oder einem Markerwort arbeiten, damit die Hunde aus der passsiven Rolle geholt werden und Mut entwickeln können. Manche Trainer nehmen gerne die Ampel als Symbol für die Grenzen im Training. Beim Bürsten ist Brick für mich auf Dunkelgelb, er ist eigentlich noch nicht so weit.

      Trotzdem ist der Hund, wenn er nicht gebürstet wird, relativ entspannt und nimmt gerne das Futter aus der Hand. Ich bin guter Dinge, dass er weitere Fortschritte macht.
    • Barbara,

      entweder willst du mich nicht verstehen oder du verstehst mich wirklich nicht.

      Das, was du schreibst, entspricht genau meiner Meinung.

      Ich habe nirgendwo geschrieben, daß man einen Angsthund sich selber überlassen soll, ich finde nur diese ganzen Zwangsmaßnahmen heftig.

      Wenn ich mich recht erinnere, wohnt Ana in einem Mehrfamilienhaus am Stadtrand in einer oberen Etage.
      D.h., der Hund muß an der Leine nach draußen geführt werden, um überhaupt raus zu können, und gerade das sofort An-der-Leine-gehen müssen finde ich total heftig für einen Angsthund.
      Er sollte die Möglichkeit haben, eigenständig rein und rausgehen zu können, ohne das man ihn irgendwie bedrängt und das man erstmal nur am Vertrauen arbeitet, eigentlich genau das, was du im zweiten Satz schreibst.
      Es gibt aber auch Hunde, die mit der Zeit ihnen bekannten Menschen vertrauen, aber sich nie wirklich ans "Gassi-Gehen" gewöhnen, oder sich im Haus unwohl fühlen, und das sollte man dann einfach akzeptieren. Mir kommt es aber manchmal so vor, als ob man auf biegen und brechen versucht, die Hunde unserer Vorstellung entsprechend funktionsfähig zu bekommen.

      Ist halt meine Meinung...wir verlangen von den Hunden heutzutage so viel Unnatürliches.
      Mein Wunsch ist einfach für meine Tiere: ein behütetes, weitgehend stressfreies Leben zu bieten, welches in erster Linie ihren Ansprüchen gerecht wird und nicht meinen!

      Natürlich sollte ein Hund schon zu den Menschen und ihren Umständen passen, aber manche Hunde passen halt so gar nicht in unsere zivilisierte Vorstellung, und das sollte man dann auch akzeptieren.
      "Wer in den Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr;

      es liegt wie ein Schatten über allem, und er kann sich nicht mehr unbefangen freuen. "

      Albert Schweitzer
    • Seit Dezember lebt Brick bei Ana im Haus und macht Fortschritte.
      In den ersten beiden Wochen hat er die große Gitterbox nur in der Nacht verlassen, tagsüber traute er sich nicht heraus.
      Irgendwann hat er nachts das Sofa für sich entdeckt und beschlossen, dass das von nun an sein Platz ist.
      Er wird immer entspannter und mutiger, bewegt sich im Haus, beobachtet aufmerksam und interessiert.
      Brick nimmt gerne Futter aus der Hand und dabei ist der Abstand zu Ana schon um einiges kleiner
      geworden.
      Die Geschäfte werden draußen- nahe am Haus verrichtet und dann geht es schnell wieder rein. Manchmal siegt die Neugierde, er läuft einfach drauf los und erschrickt dann vor seinem eigenen Mut.
      Mit anderen Hunden versteht er sich gut, sucht aber von sich aus keinen Kontakt.







      Liebe Grüße