Boris, Rüde, ca. 4 Jahre

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    • Boris, Rüde, ca. 4 Jahre

      fellchen-in-not.de/index.php/Boris_Box_10

      Geschlecht:
      männlich
      kastriert: ja
      Rasse: Mischling
      Geboren: ca. 2007/2008
      Größe: mittelgroß-groß
      Charakter/Eigenschaften: siehe Beschreibung
      Verträglichkeit mit Katzen: unbekannt
      Behinderungen/Krankheiten: keine
      Besondere Merkmale: keine
      Aufenthaltsort: Pflegestelle in Deutschland
      Kontakt: info(at)fellchen-in-not.de


      Boris auf seiner Pflegestelle am 22.04.2014


      Update 22.4.2014
      Boris ist endlich raus!

      Update 18.3.2014
      Damit haben wir nicht gerechnet, es grenzt schon fast an ein Wunder.... Boris hat endlich mal Glück in seinem Leben!!! Er hat einen sicheren Platz gefundenund wir sind einfach nur froh und erleichtert.
      Ein Voluntär aus Cluj hat sich bereit erklärt, ihn für eine geraume Zeit aufzunehmen, um mit ihm zu arbeiten und Vertrauen aufzubauen.

      Boris hat bereits seine erste Impfung bekommen, eine weitere wird folgen und in ca. zwei Wochen kann er die Ecarisaj verlassen und endlich ein wenig zur Ruhe kommen. Er hat es bald geschafft und wir hoffen, dass bis dahin alles gut geht und ihm nichts passiert. Wenn jemand Boris auf seinem Weg in ein besseres Leben finanziell unterstützen möchte, würden wir uns sehr freuen.

      24.02.2014
      Boris ist seit dem 19.06.2012 in der Ecarisaj und ist somit der Hund, der am längsten dort ist - er belegt den traurigen Platz 1 auf der Liste.

      ...

      Er ist momentan nicht vermittelbar und ob er es je sein wird, steht in den Sternen. Trotzdem hat Boris die Chance verdient, diese Hölle verlassen zu können. Wir suchen innerhalb Rumänien's verzweifelt einen Platz, wo er erst einmal zur Ruhe kommen darf, um dann entsprechend mit ihm zu arbeiten. Diese Plätze mit erfahrenen Menschen sind rar, die Warteliste ist lang.... ein Wettlauf mit der Zeit....

      Boris ist in einem furchtbaren Zustand, psychisch und physisch. Man kann ihn nicht anfassen und daher weiß niemand wie abgemagert er tatsächlich ist. Auf dem Video erkennt man deutlich, dass er den sogenannten Zwingerkoller hat. In der Box dreht Boris sich stundenlang im Kreis und bellt. Er wird als aggressiv beschrieben, nicht zugänglich und händelbar. Carmen hat ihn hin und wieder in seiner Box besucht. Leider waren diese Besuche zu kurz, um an seinem Verhalten etwas zu verändern. Sie rutschte vor einiger Zeit auf Eis aus, Boris hat ihr in den Stiefel geschnappt. Verständlich, unkontrollierte Bewegungen und ein Sturz auf engstem Raum. Für den Hund war das eine Bedrohung, er hatte keine Fluchtmöglichkeit. Er hätte sie angreifen und verletzen können, aber das hat er nicht getan.

      Boris hat vermutlich sein ganzes Leben an einer kurzen Kette verbracht, ohne jeden Kontakt und Ansprache. Das er irgendwann den Bezug zum Menschen verliert und nicht mehr zugänglich ist, dürfte normal sein. Er wurde von seiner "Familie" in die Ecarisaj gebracht, nachdem er angeblich ein Familienmitglied gebissen hatte. Seit Juni 2012 sitzt Boris nun in einer winzigen Box, die so eng ist, dass er sich gerade drehen kann. Unter diesen Bedingungen kann sich sein Verhalten nicht bessern, wie denn auch? Erschwerend kommt hinzu, dass die "Mitarbeiter" der Ecarisaj ihn ganz bestimmt nicht mit Samthandschuhen anfassen.........


      Boris noch in der Ecarisaj am 24.02.2014






      Lesen gefährdet die Dummheit! Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem o. jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten. (Dr. U. Bl.-Berthold) Wenn das Wissen unzureichend ist, bilden sich Meinungen. (M. S. Fischer)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von krinja ()

    • Zwei Jahre lang war er “Box 10” - heute ist er Boris und ist glücklich!

      Das Leben eines “Insassen” hat sich geändert. Auch wenn sein Vertrauen in Menschen gegen Null ging, war das Vertrauen einiger Menschen in ihn maximal.
      Nach einem leben von fast 9 Jahren an der Kette, wurde er unkontrollierbar, sogar für die sogenannten “Besitzer”. Sie brachten ihn zur Ecarisaj (ehemalige Tötung) und gaben ihn ab. Da hatte er fast zwei Jahre lang sein “Zuhause”, und irgendwann war er derjenige Hund, der am längsten dort einsaß. Sein reaktives Verhalten verschlechterte sich, man konnte ihn nicht mehr anfassen, er bellte pausenlos, und durch den Stress drehte er sich stundenlang im Kreis.

      Man ersuchte uns in seinem Fall um Hilfe, aber wir hatten keinen Pflegeplatz frei, und auch keinen Volontär, der sich die Pflege eines Hundes mit diesem Verhalten zutraute. Alle Argumente sprachen gegen ihn, aber irgendwann brachte einer unserer Volontäre doch den Mut auf und übernahm die Verantwortung, diesen Hund zu rehabilitieren, obwohl er noch viele andere Tiere pflegte.
      Im April verließ er die Ecarisaj... für immer. Er kam in eine Pflegestelle, wurde gewaschen und geschoren, und er lernte das Mini-Rudel kennen, um das sich unser Volontär kümmert. Er war jetzt nicht mehr “Box 10”, sondern wurde beim Namen genannt: Boris. Er bekam Spielzeug, das er gegen alles und jeden verteidigte. Anfangs wusste er nicht, wie man mit anderen Hunden kommuniziert, aber seine Neugier besiegte die Angst... Zu den Fütterungszeiten durfte sich noch immer niemand seinem Napf nähern, und das Saubermachen fand er schlimm: sobald er einen Besen sah, oder etwas, das einem Knüppel ähnelt, dann wurde er ganz aufgeregt, er fühlte sich bedroht. Und weil Angriff die beste Verteidigung ist, griff Boris an.... aber nur bis zu einem gewissen Punkt, um zu zeigen, dass er nicht einverstanden ist, und dass er so etwas nicht in seiner Nähe will.

      Mit der Zeit wurde er offener, fing an, aus der Hand zu fressen, aber sein Misstrauen dem Menschen gegenüber blieb. Weil die Nachbarn drohten ihn zu vergiften, entschloss sich der Volontär, ihn jeden Tag mit zur Arbeit zu nehmen. Nach einigen sehr abenteuerlichen Spaziergängen (Angst vor Autos, er griff alles an, was sich bewegte), beruhigte er sich und wurde wieder zu dem Hund, der er war, bevor er zum “Stadthund” werden musste. Nächtliche Spaziergänge wurden zu Spaziergängen auch tagsüber, und er gewöhnte sich an den Trubel der Stadt.
      Nach fast 4 Monaten durfte er seine Reise antreten.... nach Deutschland, wo ihn ein besseres und ruhigeres Leben erwartete, als es sich irgendjemand für einen “Problemhund” auch nur vorstellen kann. Dieses neue leben hat auch ihn wiederum verändert, wie Sie auf den aus Deutschland geschickten Bildern deutlich erkennen können!
      Wir danken dem Verein “Fellchen in Not”, der all seine Mittel dazu einsetzt, die Hunde aus der Ecarisaj Cluj zu retten, und der alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um dem aggressivsten und “ältesten” Hund aus der Ecarisaj ein unendlich viel besseres Leben zu ermöglichen!



      Danke Odilia - du hast unermüdlich um Boris' Happyend gekämpft! :bluemchen:





















      Oberchaotin Doina


      "Mitten im Winter habe ich schließlich gelernt,
      daß es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt"
      (Camus)

      Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein
      ehe es sich
      in eine neue Ordnung bringen lässt.

      Hermann Hesse


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    • :flenn:

      ist daaaaaaaaaaaaas schön. Wahnsinn.

      Unfassbar.
      **Dieser Beitrag unterliegt dem Urheberrecht, forenfremdes Zitieren, Kopieren und Weiterverbreiten auch von Auszügen ist nicht erlaubt.**
      "Lasst uns nicht um Schutz vor Gefahren beten, sondern um Furchtlosigkeit, wenn sie uns begegnen"(Rabindranath Tagor)
      "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht" (V. Havel)


    • Ja, ich finde es fast unglaublich, wenn man das Videos aus der Ecarisaj gesehen hat 8o
      Odilia - danke, dass du für ihn gekämpft hast :bluemchen:
      “To sit with a dog on a hillside on a glorious afternoon is to be back in Eden, where doing nothing was not boring – it was peace.” Milan Kundera

      www.hundepersoenlichkeiten.de
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    • :welcome:

      :ohnmacht: Grummelteddy sieht toll aus:teddyherz:
      Sicher werden sich Odilia und alle andren die Boris kannten, sehr freuen ab der Rückmeldung wenn Sie es sehen.
      Was für ein Glück der arme Kerl hatte, auf die richtigen Menschen zu stoßen, die ihn nicht aufgaben :herz2: